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11.01.2010

12:48 Uhr

Drastischer Einbruch

Industrieumsatz geht um zehn Prozent zurück

Rückgänge im Maschinenbau und in der Autoindustrie haben den Industrieumsatz im November auf Jahressicht um rund zehn Prozent einbrechen lassen. Positive Zahlen konnte den Statistiker hingegen für die Chemiebranche vermelden.

Thyssen-Stahlwerk in Duisburg. ap

Thyssen-Stahlwerk in Duisburg.

HB WIESBADEN. Der starke Einbruch vor allem im Maschinenbau und in der Autoherstellung hat auch im November den Industrieumsatz deutlich gedrückt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte, ging der Umsatz, bereinigt um Arbeitstage und Preise, um 9,7 Prozent gegenüber November 2008 zurück. Im Oktober habe das Minus zum Vorjahresmonat noch bei 13,7 Prozent (revidiert) gelegen. Der Inlandsumsatz gab 8,4 Prozent nach, das Auslandsgeschäft 11,3 Prozent.

Den stärksten Rückgang verzeichnete mit Minus 28,6 Prozent der Maschinenbau. Diese deutsche Vorzeigebranche leidet seit der Verschärfung der Finanzkrise im Herbst 2008 besonders unter dem Konjunktureinbruch. Der Auslandsumsatz des Maschinenbaus lag im November 24,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, der Umsatz im Inland sank sogar um 34,2 Prozent.

Auch die Autohersteller mussten ein Minus von 6,3 Prozent hinnehmen. Dagegen hat die Chemieindustrie - erstmals seit 20 Monaten - wieder ein Plus zu vermelden: Ihr Umsatz legte um 5 Prozent zu.

Im Vergleich zum Vormonat stieg der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im November 2009 saison- und arbeitstäglich bereinigt insgesamt um 0,1 Prozent nach (revidiert) minus 0,5 Prozent im Oktober 2009. Während das Geschäft mit inländischen Abnehmern im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent zurückging, erhöhte sich der Auslandsumsatz um 0,9 Prozent.

In den elf Monaten von Januar bis November 2009 lag das Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 17,9 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Dabei ging das Inlandsgeschäft um 14,6 Prozent zurück, der Auslandsumsatz sank um insgesamt 21,6 Prozent.

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