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05.01.2010

16:41 Uhr

Erholung

US-Industrieaufträge steigen überraschend deutlich

Die US-Wirtschaft zeigt deutliche Anzeichen der Erholung: Die Industrieaufträge sind im November überraschend stark angestiegen. Eine Verschnaufpause legen hingegen die Hausverkäufe ein, doch ist auch ihre Zahl auf Jahressicht deutlich gestiegen.

Der US-Industrie geht es wieder besser: Die Auftragseingänge stiegen im November überraschend deutlich. dpa

Der US-Industrie geht es wieder besser: Die Auftragseingänge stiegen im November überraschend deutlich.

HB WASHINGTON. In den USA sind die Industrieaufträge im November überraschend deutlich gestiegen. Die Bestellungen seien zum Vormonat um 1,1 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Im Vormonat hatten sich die Auftragseingänge noch um revidiert 0,8 (bisher 0,6) Prozent erhöht.

Analysten hatten für November nur mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet. Zuletzt hatte auch der überraschend positive ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie für Optimismus gesorgt. Ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Aufträge für Transportgüter stiegen die Auftragseingänge im November um 1,9 Prozent. Im Vormonat hatten sich die Bestellungen um revidiert 1,0 (0,5) Prozent erhöht.

Überraschend eingebrochen ist hingegen die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe. Der „Pending Home Sales Index“ (PHSI) sei von revidiert 114,3 Punkten im Vormonat um 16 Prozent auf 96,0 Punkte abgerutscht, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem moderaten Rückgang um 2,0 Prozent gerechnet. Der Vormonatswert war ursprünglich mit 114,1 Punkten angegeben worden.

Auf Jahressicht legte der Index im November dennoch um 15,5 Prozent zu. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe gelten als ein wichtiger Frühindikator für den US-Immobilienmarkt, da sie auf die künftigen Hausverkäufe hinweisen.

Der Einbruch der schwebenden Hausverkäufe in den USA ist nach Einschätzung der Postbank ein Ausreißer nach unten und kein Zeichen für ein Ende der beginnenden Erholung. Bei dem kräftigen Einbruch im November dürfte sich ein Sondereffekt niedergeschlagen haben, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

So habe die US-Regierung im letzten Jahr ein steuerliches Anreizprogramm für Erstkäufer von Wohnimmobilien aufgelegt, das zunächst auslief, bevor es anschließend erweitert verlängert wurde. Der November sei der Übergangsmonat zwischen den Programmphasen. Die erste habe sich nicht mehr positiv sondern eher negativ ausgewirkt, da Hauskäufe zuvor beschleunigt worden waren. Die zweite Phase konnte sich dagegen noch nicht positiv bemerkbar machen.

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