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18.01.2010

09:57 Uhr

Gemeinschaftsdiagnose

Institute ringen um Gutachten

VonDorit Marschall

Die Karten für die Teilnahme an der Gemeinschaftsdiagnose werden neu gemischt. Nur zwei der vier bisher für die Erstellung des halbjährlichen Gutachtens zuständigen Konsortien haben nach Handelsblatt-Informationen erneut in der selben Konstellation ihr Interesse bekundet. Heute endet die Ausschreibung des Bundeswirtschaftsministeriums.

Mappen mit Daten aus der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2009 liegen auf der Bundespressekonferenz in Berlin aus. Quelle: dpa

Mappen mit Daten aus der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2009 liegen auf der Bundespressekonferenz in Berlin aus.

FRANKFURT. Interesse bekundet haben das Münchener Ifo Institut zusammen mit der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) sowie das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) aus Essen gemeinsam mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) Wien. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft, das bislang alleine an der Erstellung des Gutachtens beteiligt war, bewirbt sich diesmal mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), das HWWI Hamburg geht mit dem Baseler Forschungsinstitut Prognos ins Rennen, das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit dem privaten Forschungsinstitut Kiel Economics, das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) mit dem Londoner NIESR und dem WIFO aus Wien. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kündigte eine Bewerbung an.

Die Ausschreibung für das prestigeträchtige und finanziell lukrative Projekt endet heute. 2007 hatte das Ministerium die Gemeinschaftsdiagnose erstmals offen europaweit ausgeschrieben und den Auftrag für drei Jahre vergeben. Anders als bei der damaligen Ausschreibung fordert das Hause von Rainer Brüderle dieses Mal aufbauend auf der Prognose der kurzen Frist jeweils im Frühjahr und im Herbst eine Mittelfristprojektion über den Zeitraum von fünf Jahren – bislang hatten die Institute diese nur einmal im Jahr erstellt.

Tag der Entscheidung offen

Wann Berlin über den Teilnehmerkreis entscheidet, ist noch offen. Wer das Interesse des Ministeriums weckt, erhält zunächst bis zum 8. Februar eine „Aufforderung zur Angebotsabgabe“. Maximal vier Auftragnehmer erhalten den Zuschlag – und erstellen erstmals im Herbst zusammen die Gemeinschaftsdiagnose.

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