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02.01.2004

08:08 Uhr

Handelsblatt Business-Monitor International

Manager geben Deutschland schlechte Noten

VonOlaf Storbeck

Trotz aller Reformanstrengungen haben europäische Führungskräfte erhebliche Zweifel an der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Das ist das Ergebnis des erstmals erhobenen Handelsblatt Business-Monitors International, einer repräsentativen Umfrage unter Top-Managern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

DÜSSELDORF. Die in dieser Form einmalige Studie zeigt: Die europäische Wirtschaftselite sieht die Bundesrepublik innerhalb der EU wie auch international als das Land mit der geringsten Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich fällt das Urteil der deutschen Manager über ihre Standortbedingungen deutlich schlechter aus als das der anderen Führungskräfte über ihr jeweiliges Heimatland – und obwohl sich die Stimmung hier zu Lande in den vergangenen Monaten spürbar aufgehellt hat, rechnen weniger Unternehmen als in Großbritannien, Frankreich und Italien damit, dass die Rahmenbedingungen 2004 besser werden oder gleich gut bleiben.

Für die Umfrage haben die Meinungsforschungsinstitute Psephos und Innofact im Dezember in den vier Ländern mehr als 1 000 Führungskräfte von Firmen mit mehr als 500 Beschäftigten befragt. Der Business-Monitor International wird zweimal im Jahr erhoben und ergänzt den monatlichen Business-Monitor Deutschland.

In Sachen Wettbewerbsfähigkeit hat Deutschland auf einer Notenskala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) nur die Note von 3,4 bekommen und rangiert damit auf dem letzten Platz. Erstaunlich dabei ist: Die Bundesrepublik hinkt nicht nur hinter Großbritannien her, das mit einer Note von 2,9 das wettbewerbsfähigste EU-Land ist. Selbst Frankreich (3,1) und Italien (3,2) schneiden besser ab – obwohl beide Länder ebenfalls unter Strukturproblemen leiden. Noch größer ist die Lücke zu den internationalen Spitzenreitern China (2,3) und USA (2,6). Sogar das lange krisengeschüttelte Japan (2,9) kommt besser weg als Deutschland.

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