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02.01.2010

13:00 Uhr

IWF-Prognose

Wachstum in Ost und Süd

VonDirk Heilmann

Der Blick auf die Weltkarte der wirtschaftlichen Dynamik offenbart ein Bild, an das wir uns gewöhnen müssen: Als wachstumsstark ragen Regionen im Osten und Süden des Globus heraus. Europa findet hingegen nur mühsam aus der Krise und rückt einstweilen blass in den Hintergrund.

Klassenprimus: Laut IWF-Prognose wächst die Wirtschaft in Katar im kommenden Jahr um 18,5 Prozent. Quelle: dpa

Klassenprimus: Laut IWF-Prognose wächst die Wirtschaft in Katar im kommenden Jahr um 18,5 Prozent.

Rohstoffe sind Trumpf: Wer 2010 weit überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen will, der sollte unbedingt über Bodenschätze - vorzugsweise Öl oder Gas - verfügen. Die sind es jedenfalls, die die Wachstumskönige des neuen Jahres auszeichnen.

Ganz vorn liegt Katar mit einer laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwarteten Wachstumsrate von 18,5 Prozent, die überwiegend den Milliardeninvestitionen in die Ausbeutung gewaltiger Erdgasfelder zu verdanken sein dürfte. Ähnliches gilt für Asiens Wachstums-Primus Turkmenistan und Angola, einen der Spitzenreiter Afrikas.

Dass Rohstoffreichtum in Verbindung mit Misswirtschaft auch zum Fluch werden kann, zeigt Venezuela, eines der wenigen Länder außerhalb Europas, denen der IWF einen Rückgang der Wirtschaftsleistung voraussagt. Als große Wachtumsmotoren sehen die Ökonomen auch im Jahr 2010 China, Indien und Brasilien. Die Chinesen könnten mit ihren neun Prozent Wachstum bereits Japan von Rang zwei der Wirtschaftsmächte verdrängen. Deutschland tut sich schwer, auch wenn jüngere Prognosen meist Wachstumsraten von ein bis zwei Prozent versprechen. Als Schlusslichter grüßen Europas Sorgenkinder vom Baltikum bis Irland und Island.

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