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22.01.2010

10:06 Uhr

Rumänien

Währungsfonds könnte Geld bald freigeben

Wegen der Regierungskrise in Rumänien hatte der Internationale Währungsfond (IWF) seinen Beistandskredit im vergangen Jahr eingefroren. Jetzt stellt der Währungsfonds eine Freigabe der 30 Milliarden Dollar in Aussicht, doch die ist an Bedingungen geknüpft.

Rumäniens Regierungschef Emil Boc hofft auf 30 Milliarden Dollar vom Internationalen Währungsfonds. dpa

Rumäniens Regierungschef Emil Boc hofft auf 30 Milliarden Dollar vom Internationalen Währungsfonds.

FRANKFURT. Die rumänische Regierung darf sich Hoffnung machen, bald über einen Beistandskredit vom Internationalen Währungsfonds (IWF) von 30 Milliarden Dollar (21 Milliarden Euro) verfügen zu können. Der schon zugesagte Kredit war im November eingefroren worden, weil die Regierung aufgrund interner Streitigkeiten handlungsunfähig geworden war. "Wir stehen in Diskussionen über die Bedingungen für eine Freigabe", sagte Jeffrey Franks, der Leiter der IWF-Mission in Bukarest am Donnerstag. "Ich habe Gründe anzunehmen, dass es klappen wird."

Verhandlungsteams in Bukarest

Teams des Währungsfonds und der Europäischen Union waren am Mittwoch zu einem siebentägigen Besuch in Bukarest eingetroffen. Der Währungsfonds hatte die Freigabe des Kredits davon abhängig gemacht, dass eine neue Regierung gebildet und ein Haushalt für 2010 verabschiedet wird.

Eine neue Regierung war am 23. Dezember unter Regierungschef Emil Boc gebildet worden. Das Parlament verabschiedete den Haushalt am 14. Januar. Die Rating-Agentur Standard & Poor?s hat dem Land deshalb schon eine günstigeres Kreditrating in Aussicht gestellt. Derzeit liegt es bei BB+ mit negativem Ausblick. Der Haushaltsplan sieht ein Defizit von 5,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vor. Das wären 1,4 Prozentpunkte weniger 2009.

Bestandteil der Verhandlungen wird sein, wofür die Regierung in Bukarest die nächsten Tranchen des Beistandskredits verwenden kann. IWF-Verhandlungsführer Franks hat bereits durchblicken lassen, dass die Verwendung zumindest zu Teilen zur Deckung des Etatdefizits möglich sein könnte. Bei Abschluss der Kreditvereinbarung im vergangenen Jahr hatte der IWF noch verlangt, das Geld für die Aufstockung der Währungsreserven der Zentralbank zu verwenden. Bloomberg

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