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12.03.2016

13:59 Uhr

Landtagswahlen 2016

Feuerprobe für die FDP

VonNils Wischmeyer

Die FDP könnte bei den anstehenden Landtagswahlen ihren politischen Einfluss zurückzugewinnen. Sogar eine Regierungsbeteiligung ist möglich. Doch wie stellt sich die Partei in den Bundesländern auf? Ein Überblick.

Der Fraktionsvorsitzende der FDP im nordrhein-westfälischen Landtag, Christian Lindner will die Partei wieder in den Bundestag führen. Die anstehenden Landtagswahlen entscheiden über die Zukunft der Partei. dpa

Gute Aussicht

Der Fraktionsvorsitzende der FDP im nordrhein-westfälischen Landtag, Christian Lindner will die Partei wieder in den Bundestag führen. Die anstehenden Landtagswahlen entscheiden über die Zukunft der Partei.

Düsseldorf Nur noch in sechs Landtagen vertreten, in keinem davon an der Regierung beteiligt – und bereits 2013 aus dem Bundestag geflogen: Die FDP war Ende 2014 an ihrem Tiefpunkt angelangt. Seitdem kämpfen die Liberalen darum, ihren politischen Einfluss zurückzugewinnen. Mit zunehmenden Erfolg: Eine Umfrage von Insa sah die FDP bundesweit zuletzt bei sieben Prozent, dem besten Ergebnis seit vier Jahren.

Auf ähnlich gute Ergebnisse hofft die Partei jetzt am 13. März. Dann wird in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gewählt. Schaffen die Liberalen den Einzug in die drei Landtage, wären sie in insgesamt zehn Landesparlamenten vertreten – und vielleicht sogar an einer Landesregierung beteiligt.

Der Partei würde ein solcher Erfolg nach Einschätzung des Berliner Politologen Oskar Niedermayer neue Aufmerksamkeit bringen, die sie dringend benötigt. Die Chancen dafür stehen je nach Prognose nicht schlecht. In Baden-Württemberg kam die FDP laut dem „Politbarometer“ des ZDF zuletzt auf sieben, in Rheinland-Pfalz auf sechs Prozent. Damit wäre ein Einzug in die Landtage sicher. In Sachsen-Anhalt werden der Partei hingegen nur vier Prozent vorhergesagt. Damit wäre sie in dem östlichen Bundesland weiterhin nicht Teil des Landesparlaments.

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Doch Christian Lindner scheint fest entschlossen, seine Partei wieder auf den Bühnen der Politik zu etablieren. Mehr als 300 Wahlkampftermine hat der FDP-Chef in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt absolviert. Er hofft, dass die Landtagswahlen ein erster Schritt hin zu einem FDP-Comeback auf Bundesebene sind. Denn die FDP soll 2017 wieder in den Bundestag einziehen.

Damit das klappt, hat Lindner die Partei auch optisch ein wenig umgebaut. Die Plakate sind jetzt in Neonfarben gehalten, in gelb, pink und lila, darauf ein Foto der Kandidaten und zumeist ein leicht ironischer Spruch. Unter dem Foto des Finanzexperten Volker Wissing, der in Rheinland-Pfalz als Spitzenkandidat für die FDP antritt, steht beispielsweise: „Der macht den Haushalt.“

Doch ob das reicht, um in die Landtage in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt einzuziehen? Und wie ist die Partei in den drei Bundesländern aufgestellt? Ein Überblick.

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