Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.09.2016

17:16 Uhr

Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Branche glaubt nicht an negative Folgen durch AfD-Erfolg

In Dresden ist der innerdeutsche Tourismus zuletzt gesunken. Die Branche macht auch Pegida dafür verantwortlich. Dass sich der AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern ähnlich auswirkt, glaubt der lokale Verband nicht.

Am Sonntag hatte die AfD in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Stand knapp 21 Prozent der Stimmen geholt. dpa

Badegäste an der Ostseeküste

Am Sonntag hatte die AfD in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Stand knapp 21 Prozent der Stimmen geholt.

BerlinUrlauber werden nach Einschätzungen des Tourismusverbandes auch nach dem Wahlerfolg der rechtspopulistischen AfD Mecklenburg-Vorpommern nicht meiden. Anders als bei der islamfeindlichen Pegida-Bewegung in Dresden werden sich nur wenige deutsche und internationale Urlauber von den politischen Entwicklungen beeinflussen lassen, sagte Verbands-Sprecher Tobias Woitendorf am Montag Reuters. Er verwies auf das Jahr 2006, als die rechtsradikale NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eingezogen war. Auch dies habe keinerlei Auswirkungen auf den Tourismus gehabt, so Woitendorf.

Am Sonntag hatte die AfD in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Stand knapp 21 Prozent der Stimmen geholt. Damit ist die rechtspopulistische Partei zweitstärkste Kraft hinter der SPD. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Tourismus mit rund zwölf Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2016 ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

In Sachsen-Anhalt hatte die AfD bei der Landtagswahl im März sogar rund 24 Prozent erreicht. Dies habe sich bislang allerdings nicht auf die Besucherzahlen ausgewirkt, teilte der Tourismusverband Sachsen-Anhalt mit.

In Dresden ist der innerdeutsche Tourismus im ersten Halbjahr 2016 um zwei Prozent gesunken. Dafür macht der lokale Tourismusverband neben anderen Faktoren auch Pegida und die "negative Berichterstattung" verantwortlich.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×