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17.02.2016

10:06 Uhr

Umfrage

AfD liegt in Sachsen-Anhalt bei 17 Prozent

Noch sind es knapp vier Wochen – dann wählen Sachsen-Anhalts Bürger. Laut Umfragen ist es vor allem die AfD, die in der Wählergunst zunimmt. Sie liegt fast gleichauf mit der SPD.

André Poggenburg, Landesvorsitzender der Partei Alternative für Deutschland (AfD), ist im Hoch. dpa

AfD Sachsen-Anhalt

André Poggenburg, Landesvorsitzender der Partei Alternative für Deutschland (AfD), ist im Hoch.

MagdeburgRund vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verlieren einer Umfrage zufolge alle im Landtag vertreten Parteien an Zustimmung. Die AfD kommt dagegen in der vom MDR am Mittwoch veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage auf 17 Prozent und legt damit im Vergleich zur Erhebung im September um zwölf Prozentpunkte zu. Stärkste Kraft bleibt mit 32 Prozent die CDU, die aber zwei Punkte verliert.

Die SPD büßt drei Punkte ein und liegt bei 18 Prozent. Die Linkspartei verliert sogar sechs Punkte und kommt nur noch auf 20 Prozent. Die Grünen erreichen zwei Punkte weniger als im September und müssen mit nun fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die FDP verbessert sich zwar auf vier Prozent, würde damit aber weiterhin an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

In Sachsen-Anhalt regiert derzeit eine schwarz-rote Koalition unter Ministerpräsident Reiner Haselhoff (CDU). CDU und SPD hätten nach der jüngsten Umfrage erneut eine Mehrheit. Die Landtagswahl findet am 13. März statt. Am selben Tag wählen auch die Bürger in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz neue Landtage.

Das Wichtigste zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt

Die Fakten

Rund 1,9 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Bei der Landtagswahl 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 51,2 Prozent. Es treten landesweit 15 Parteien zur Wahl an. Insgesamt 423 Kandidaten wollen ins Parlament einziehen. Sachsen-Anhalts Landtag hat künftig nach einer Parlamentsreform mindestens 87 Abgeordnete.

Das Wahlrecht

Jeder Wähler hat zwei Stimmen. In den 43 Wahlkreisen wird per Erststimme je ein Abgeordneter direkt gewählt. Die übrigen Mandate werden entsprechend der Zweitstimmen über die Landeslisten verteilt.

Die Ausgangslage

Bislang sind vier Parteien im Landtag. Zuletzt gehörten 68 Abgeordnete der Regierungskoalition (CDU 42, SPD 26) an. Die Linke stellte 28 und die Grünen neun Abgeordnete. Zu Beginn der Wahlperiode war die Sitzverteilung noch leicht anders, weil eine Linke-Abgeordnete zwischenzeitlich zur CDU wechselte.

Das Personal

Spitzenkandidat der CDU ist Ministerpräsident Reiner Haseloff (61). Die Linkspartei stellte ihren Fraktionsvorsitzenden Wulf Gallert (52) auf Platz eins. Die SPD zieht mit Fraktions- und Parteichefin Katrin Budde (50) in den Wahlkampf. Bei den Grünen ist Fraktionschefin Claudia Dalbert (61) das Aushängeschild. Die Alternative für Deutschland (AfD) tritt mit Landeschef André Poggenburg (40) an, die FDP mit Frank Sitta (37).

Die Wahlkampfthemen

Das Flüchtlingsthema dominiert zahlreiche Debatten. Aber auch die Wirtschaftslage, die Personalausstattung bei der Polizei oder Kosten für die Kinderbetreuung sind wichtige Themen.

Die Umfragewerte

Das letzte ZDF-„Politbarometer“ sah die CDU bei 33 Prozent, Linke und SPD jeweils bei 19 Prozent. Die AfD käme auf 15 Prozent, die Grünen müssten mit 5 Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen, die FDP würde scheitern.

Die Optionen

Keine Partei will mit der rechtspopulistischen AfD zusammengehen. Daher wäre eigentlich nur die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition möglich. Linke, SPD und Grüne zusammen hätten keine Mehrheit im Landtag.

Von

dpa

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