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15.03.2017

09:46 Uhr

Wahlen in NRW

Rot-Gelbe Machtoption

VonKathrin Witsch

Die NRW-Wahl hat Signalwirkung für die Bundestagswahl im September. Laut einer neuen Umfrage ist die SPD mit Abstand stärkste Kraft. Und von CDU-Spitzenkandidat Laschet sind selbst seine eigenen Anhänger nicht überzeugt.

Hannelore Kraft erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, selbst unter CDU-Anhängern. dpa

SPD

Hannelore Kraft erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, selbst unter CDU-Anhängern.

Düsseldorf
Wenn Nordrhein-Westfalen heute schon wählen dürfte, könnte die SPD auf 40 Prozent kommen und läge damit satte 13 Prozentpunkte vor der CDU, die auf 26 Prozent kommt. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts, im Auftrag von Stern, RTL und Kölner Stadt-Anzeiger.

Erstmals gäbe es eine Mehrheit für ein sozialliberales Bündnis aus SPD und FDP, die mit 11 Prozent drittstärkste Kraft wären. Die Grünen hingegen hätten mit 6 Prozent ihr Wahlergebnis von 2012 (11,3 Prozent) fast halbiert, eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition wäre mit diesen Ergebnissen nicht möglich.

Kraft wie auch Laschet wollten sich dazu nicht äußern, es handele sich bloß um eine Momentaufnahme. In der FDP wurde darauf verwiesen, dass Spitzenkandidat und Landeschef Christian Lindner zwar eine „Ampel-Koalition“ mit SPD und Grünen nach der Landtagswahl ausgeschlossen habe, nicht aber ein rot-gelbes Zweier-Bündnis.

Hannelore Kraft erfreut sich derweil weiterhin großer Beliebtheit: Könnten die Bürger in Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich momentan 55 Prozent für die SPD-Regierungschefin Hannelore Kraft und nur 23 Prozent für CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet entscheiden.

Wahlkampf in NRW: Das Kraft-Phänomen

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Das Kraft-Phänomen

Hannelore Kraft wird einstimmig zur Spitzenkandidatin für Nordrhein-Westfalen gewählt. Die SPD-Basis feiert ihre „Landesmutti“. Dabei finden sich rational eher wenig Argumente für die Kraft-Euphorie.

Überraschend ist, dass selbst fast die Hälfte der CDU-Anhänger (45 Prozent), lieber Kraft als Ministerpräsidentin hätten, als den eigenen Kandidaten (39 Prozent). Allerdings ist die Popularität der SPD-Ministerpräsidentin nicht mehr so ausgeprägt wie noch im Herbst 2015, als sie von 63 Prozent direkt gewählt worden wäre. Angesichts ihrer eher bescheidenen Bilanz, ist es trotzdem ein gutes Ergebnis für die NRW-Vorsitzende der Sozialdemokraten.

Seit sieben Jahren regiert Hannelore Kraft das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland. Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in dieser Zeit nicht vorangekommen. Im Gegenteil: Der Flächenstaat ist ein Hort vieler Probleme. Das Land spaltet sich. Nicht nur sozial, auch wirtschaftlich. Zusätzlich verweilt NRW in zahlreichen Ländervergleichen immer noch auf den letzten Plätzen.

Als Bundesland mit den meisten Einwohnern hat NRW mit seinem Wahlausgang Signalwirkung für die Bundestagswahlen im September. Wer in NRW verliert, wird erfahrungsgemäß auch auf Bundesebene kaum besser abschneiden – und umgekehrt.
Für die Umfrage befragte das Forsa-Institut vom 9. bis 20. Januar und vom 20. Februar bis 10. März 2017, 1072 bzw. 1040 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte in NRW, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden.

Kommentare (3)

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Herr Paul Kersey

15.03.2017, 10:46 Uhr

Lieber rot-gelb als rot-grün, sage ich als Legalwaffenbesitzer. Die Grünen sind mittlerweile absolut unwählbar geworden, wie man ja an ihrem Absturz auch merkt.
Adios Remmel, Steffens, Löhrmann!

Novi Prinz

15.03.2017, 11:05 Uhr

Die große Beliebtheit von SPD und Frau Kraft ist nur mit dem außergewöhnlich hohen Bildungsstand der NRW-ler , und natürlich mit Martin Schulz zu erklären . Laschet ? ?

Herr Günther Schemutat

15.03.2017, 14:33 Uhr

Das Laschet nicht beliebt ist, liegt auf der Hand. Er gehört zur männchenmachende
Garde die Merkel umgibt und alles tut, um Merkel gut aussehen zu lassen.

Das wollen wohl einige von der CDU nicht, denn mit Merkel ist keine Wahl mehr zu gewinnen, schon überhaupt nicht in NRW Anatolien , selbst wenn Merkel zum Koran
wechselt nachdem sie Deutschland zum halben Islamstaat erklärt hat.

Die CDU hat überall ihre Glaubwürdigkeit verloren, wie auch in Hamburg wo Ole von Beust mit Wahlbetrug eine Koalition mit den Grünen einging und nun kommt die CDU nicht mehr hoch.

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