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15.10.2012

11:34 Uhr

Auswahlkriterien

Das unberechenbare Komitee

VonOlaf Storbeck

Der Anruf aus Stockholm wird heute das Leben eines Ökonomen verändern. Kurz vor der Bekanntgabe informiert das Nobelpreis-Komitee den Gewinner des wichtigsten Ökonomiepreises - aber die Entscheidung ist unberechenbar.

Wer den wichtigsten Ökonomiepreis der Welt bekommt, wird heute bekannt gegeben. dpa

Wer den wichtigsten Ökonomiepreis der Welt bekommt, wird heute bekannt gegeben.

London Ex-ante-Prognosen sind schwierig, aber vielleicht lassen sich ex post bestimmte Muster in den Entscheidungen des Nobelpreis-Komitees für den Wirtschaftspreis erkennen? Dieser Frage sind die Wissenschaftler Matthias Krapf (Universität Wien) und Jörg Schläpfer (ETH Zürich) nachgegangen.

Die beiden Wissenschaftler haben untersucht, wie die bisherigen Ökonomie-Nobelpreisträger im VWL-Ranking des Handelsblatts abgeschnitten hätten. Seit 2006 analysiert das Handelsblatt darin die Publikationsleistung der deutschsprachigen Hochschul-Volkswirte. Maßgebend sind Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften, deren unterschiedliche Qualität berücksichtigt wird.

Die überwältigende Mehrheit der Ökonomie-Nobelpreisträger würde auch im Handelsblatt-Ranking herausragend abschneiden. Beeindruckend ist das Abschneiden des gemessen am Handelsblatt-Ranking produktivsten Nobelpreisträgers: Der 2009 verstorbene MIT-Professor Paul Samuelson kommt auf 106 "Handelsblatt-Punkte" - fast fünfmal so viel wie der forschungsstärkste deutsche Volkswirt, der Bonner Professor Martin Hellwig (22,9 Punkte).

VWL-Ranking 2011

Alle Ergebnisse und Ranglisten

Links zu allen Ergebnis-Tabellen des Handelsblatt-Rankings Volkswirtschaftslehre 2011 finden sie hier.

Die Ergebnisse von Krapf und Schläpfer relativieren eine unter international ausgerichteten Volkswirten verbreitete Kritik: Vor allem Forscher, die in den USA und Großbritannien tätig sind, monieren, die Qualitätsunterschiede zwischen den Fachzeitschriften seien in der Realität weit größer als im Handelsblatt-Ranking berücksichtigt. Sehr gute Journale würden zu niedrig, mittelmäßige dagegen zu gut bewertet.

Liveblog: Was Sie über Roth & Shapley wissen müssen

Liveblog

Was Sie über Roth & Shapley wissen müssen

Der Wirtschaftsnobelpreis 2012 geht an die beiden US-Spieltheoretiker Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley. Was sie über die beiden renommierten, aber relativ unbekannten Forscher wissen müssen - im Liveblog.

Die Arbeit zeigt auch, dass hohe Handelsblatt-Punktzahlen nicht alles sind. So kommt der Spieltheoretiker Michael Spence, der 2001 den Nobelpreis erhielt, auf nur 8,6 Punkte - unter den deutschsprachigen Volkswirten läge er damit im Ranking auf Platz 31. Auch John Nash hat vergleichsweise wenig Arbeiten publiziert - "diese Arbeiten zählen aber zu den einflussreichsten überhaupt in der Volkswirtschaftslehre", betonen Krapf und Schläpfer. Das Beispiel zeigt: Verschiedene Wege führen zum Ökonomie-Nobelpreis.

Kommentare (4)

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15.10.2012, 11:46 Uhr

Frieden hätten wir jetzt auch 60 Jahre gehabt ohne EU. Davon bin ich fest überzeugt. Wer hätte denn wen weshalb angegriffen in Europa in den letzten 60 Jahren ? Ist doch lachhaft. Es bestand niemals eine Kriegsgefahr.

Aber der jetzt aufkeimende Widerstand und Aufbegehren gegen die "EU in Brüssel", das birgt Gefahren !

Man muss also sagen, wir haben "zum Glück" noch keinen Krieg in Europa TROTZ EU.

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15.10.2012, 11:51 Uhr

Hier die negativen Auswirkungen des "EU-Korsett", dass sich die Leute in Europa nicht gefallen lassen:

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/10/47420/

Friedensnobelpreis also als Warnung, die Freiheit und Würde der Völker nicht von Brüssel aus weiter einzuschränken. Das ist die Botschaft aus Schweden !

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15.10.2012, 12:07 Uhr

Es hat sich eine Herrschaftsschicht abgesetzt in Deutschland und Europa, die den Völkern Europas "auf der Nase" tanzen können, wenn man sich der selbsternannten "Elite" unterordnet. Es hat sich eine perfekte "Macht / Medienkruste" entwickelt, die eine Scheinwelt wiederspiegelt nach EU-Programm. Ganz unbeirrbar und losgelöst von der Wirklichkeit.

Man wird sehr gut bezahlt, man kann sich dem Willen der Masse entziehen, sitzt quasi oben auf dem Ganzen.

Es sind Politiker (nationale und EU) 3. Klasse, TV- und Medienvertreter bzw. deren Chefredakteure, Promies die sich dem unterordnen. Sie werden mit Geld überschüttet um nach dem EU-Diktat zu funktionieren.

Diese Schicht müssen wir abschütteln und uns befreien als freie Bürger Europas.

Leider gibt es genug Leute, die sich dem unterwerfen, sie bedeuten den dekadenten Untergang des Wohlstandes und der Freiheit Europas.

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