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05.01.2005

11:57 Uhr

Ökonomie

Berufsaufsicht über Wirtschaftsprüfer - Abschlussprüferaufsichtskommission seit Jahresbeginn im Amt

Am 1. 1. 2005 ist das Gesetz zur Fortentwicklung der Berufsaufsicht über ...

Am 1. 1. 2005 ist das Gesetz zur Fortentwicklung der Berufsaufsicht über Abschlussprüfer in der WPO (Abschlussprüferaufsichtsgesetz - APAG) in Kraft getreten. Als Folge des Gesetzes ist eine Abschlussprüferaufsichtskommission (APAK) eingerichtet worden. Ihr dürfen ausschließlich berufsstandsfremde Personen angehören.
Die Aufgabe des neuen Gremiums ist es, die öffentliche fachbezogene Aufsicht über den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer auszuüben. Damit wird die vom Berufsstand unabhängige Aufsicht gestärkt.
Die WPK sieht darin einen weiteren Schritt zur Festigung des Vertrauens in die Arbeit des Berufsstands. So äußerte WPK-Präsident Hubert Graf von Treuberg seine Überzeugung, dass die neue Kommission der Öffentlichkeit mehr Einblick in die Aufsicht über Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer bringen und für eine höhere Glaubwürdigkeit sorgen wird. Die Übertragung der Fachaufsicht auf ein mit Berufsfremden besetztes Gremium trüge den internationalen Entwicklungen Rechnung.
Auf europäischer Ebene wird eine berufsstandsexterne Aufsicht in den nationalen Aufsichtssystemen zur Pflicht werden. Darauf wird es hinauslaufen, wenn die modernisierte Achte Richtlinie voraussichtlich Mitte dieses Jahres verabschiedet wird.
Mit der Einrichtung der APAK erfüllt Deutschland einerseits diese Vorgaben, andererseits bestehen gute Chancen, auch von den USA und dem dortigen Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) anerkannt zu werden.
Die APAK wird weitreichende Informationsrechte gegenüber der WPK haben. Sie hat die Letztverantwortung und die Befugnis zur Letztentscheidung in folgenden wichtigen Bereichen:

  • Berufsaufsicht,
  • Qualitätskontrolle,
  • Berufsexamen,
  • Bestellung von Wirtschaftsprüfern und Anerkennung von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie Widerruf von Bestellung bzw. Anerkennung.


Die Mitglieder APAK arbeiten ehrenamtlich. Zur Wahrung ihrer Unabhängigkeit stellt das Gesetz klar, dass sie in den letzten fünf Jahren vor Ernennung nicht Mitglieder der WPK gewesen sein dürfen. Das Gesetz sieht weiterhin vor, dass sie insbesondere in den Bereichen Rechnungslegung, Finanzwesen, Wissenschaft oder Rechtsprechung tätig sind oder tätig gewesen sind.
Die Mitglieder der APAK werden vom BMWA für vier Jahre ernannt. Sie sind unabhängig und nicht weisungsgebunden (Pressemitteilung der WPK vom 3. 1. 2005).

Quelle: DER BETRIEB, 05.01.2005

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