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24.01.2012

10:46 Uhr

Bruttoinlandsprodukt

Verzweifelt gesucht: das neue Maß der Dinge

VonDorit Marschall , Johannes Pennekamp

Das BIP hat als Wohlstandsindikator ausgedient. Über Alternativen diskutieren Forscher bei der Konferenz „Ökonomie neu denken“ in Frankfurt. Einen besseren Indikator zu finden, ist nicht einfach - aber es gibt spannende Ansätze.

Arbeiter basteln an einem Fenster. dpa

Arbeiter basteln an einem Fenster.

FrankfurtSie ist noch schwer vorstellbar, die Welt, von der Ökonomen, Politiker und auch Unternehmer immer häufiger sprechen: eine Welt, in der das ökonomische und politische Handeln nicht auf das größtmögliche Wirtschaftswachstum, sondern auf die Maximierung der Lebenszufriedenheit ausgerichtet ist.

Zwar ist das BIP nach wie vor das Maß aller Dinge, doch diese Welt ist keine utopische Spinnerei – sie ist eine immer realistischer werdende Alternative zum Streben nach immer neuen Wachstumszuwächsen: „Die gesellschaftlichen Prioritäten entwickeln sich weg vom Bruttoinlandsprodukt, wir brauchen eine Alternative“, sagte Stefan Bergheim, Direktor der Denkfabrik Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritts, am Montag bei der Konferenz „Ökonomie neu denken“ in Frankfurt.

Dass das BIP, das lediglich misst, wie produktiv eine Volkswirtschaft ist, als alleiniger Wohlstandsindikator ausgedient hat, wird unter Ökonomen mehr und mehr zum Konsens. Wie Alternativen aussehen können, das ist eine der Fragen, über die mehr als 250 Volkswirte, Politiker und Unternehmer bei der zweitägigen Veranstaltung, zu der der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Handelsblatt eingeladen haben, in Frankfurt diskutieren.

Das BIP ist in hoch entwickelten Industrienationen als Wohlstandsindikator vor allem deshalb in die Kritik geraten, weil Ökonomen erkannt haben, dass ab einem bestimmten Niveau trotz wachsenden materiellen Wohlstands die Lebenszufriedenheit der Menschen stagniert. Bildung, der Gesundheitszustand und viele andere wichtige Faktoren, die das Glück der Menschen bestimmen, würden durch das Wachstumsmaß schlicht nicht erfasst, erklärte Bergheim. Bei der Suche nach einem neuen, handlichen Instrument zur Wohlstandsmessung, dass auch diese Faktoren berücksichtigt, sieht der Forscher seine Disziplin in der Pflicht: „Ökonomen können diesen Weg noch konstruktiver begleiten als bisher.“

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

24.01.2012, 11:08 Uhr

@ HB Redaktion:

„Die Nutzer haben gewichtet das Einkommen nicht am stärksten“,

Was ist so schwer daran lesbare Artikel zu veröffentlichen?
Mannomann.
Buchstabendreher verzeiht man sicherlich, aber so ein Stückwerk? *peinlich

Account gelöscht!

24.01.2012, 11:10 Uhr

dto.
"..vom Reißbrett aus bestimmen lässt, was das Lebensglück jedes einzelnen Menschen tatsächlich hat die OECD auf ihrer Homepage sogar ein Projekt gestartet, bei dem .."

whoknows

24.01.2012, 11:20 Uhr

Ja liebe Ökonomen, gebt uns das Live-Happiness-Rating, damit wir wissen wie glücklich das Volk zu sein hat. Darauf hat die Welt noch gewartet.

Für Deutschland sage ich schonmal voraus: AAA (Outlook extremly positiv)

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