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03.01.2005

16:03 Uhr

Ökonomie

Bundesfinanzministerium erwägt neues Kreditgesetz

Das Bundesfinanzministerium prüft nach Informationen des Handelsblatts (Ausgabe vom 15. 12. ...

Das Bundesfinanzministerium prüft nach Informationen des Handelsblatts (Ausgabe vom 15. 12. 2004) Änderungen des Kreditwesengesetzes, um Wettbewerbsnachteile für deutsche Banken zu vermeiden. Damit reagiert die Regierung auf Proteste süddeutscher Kreditinstitute gegen das Geschäftsgebaren österreichischer Banken.
Deutsche Mittelständler wissen österreichische Banken zu schätzen. Müssen Betriebe deutschen Banken nach § 18 des Kreditwesengesetzes (KWG) bereits bei Krediten ab 250 000 Euro ihre wirtschaftlichen Verhältnisse offen legen, so liegt die Grenze bei österreichischen Banken erst bei 750 000 Euro. Jetzt überlegt auch die Bundesregierung eine Anhebung. Jedoch solle kein "Wettbewerb um die laxere Offenlegungspolitik" innerhalb Deutschlands sowie zwischen deutschen und ausländischen Instituten entfacht werden, warnt das Bundesfinanzministerium. Dieser könne auf lange Sicht zu einer Kumulation von Risiken führen, was nicht im Interesse der Stabilität der deutschen Kreditwirtschaft läge.
Derzeit arbeitet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) an einem neuen Rundschreiben zum § 18 KWG. Dabei soll auch geprüft werden, wie der bürokratische Aufwand für die Institute auf ein bankaufsichtsrechtlich vertretbares Maß verringert werden kann.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 03.01.2005

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