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04.05.2014

18:09 Uhr

Einseitig und realitätsfern

Studenten protestieren gegen ökonomische Lehre

ExklusivIhnen fehlt intellektuelle Vielfalt an der Universität: Ökonomie-Studenten aus 19 Ländern veröffentlichen ein Manifest, in dem sie die Lehre als zu einseitig anprangern. Renommierte Professoren unterstützen die Kritik.

FrankfurtDie Unzufriedenheit von Ökonomiestudenten mit der als einseitig und wirklichkeitsfremd empfundenen Lehre bricht sich in einer globalen Protestaktion Bahn. Studentengruppen aus 19 Ländern veröffentlichen ein gemeinsames Manifest für eine Reform der Ökonomenausbildung. Das Manifest liegt dem Handelsblatt vor.

Die Forderungen der Studenten werden unterstützt von einem breiten Spektrum etablierter Professoren, vom linksliberalen französischen Erfolgsautor Thomas Piketty („Capital in the 21. Century“) über den Vorstand der Bank von England, Andrew Haldane, bis zum Ausbildungsdirektor des Institute of Economic Affairs, Stephen Davis, eines traditionsreichen, marktliberalen Forschungsinstituts. Auch der US-Ökonom James Galbraith gehört zu den rund 175 professoralen Unterstützern der Aktion.

„Wir beobachten eine besorgniserregende Einseitigkeit der Lehre, die sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch verschärft hat. Diese fehlende intellektuelle Vielfalt behindert uns im Umgang mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – von Finanzmarktstabilität bis zum Klimawandel“, beklagen die Studenten aus Nord- und Südamerika, Israel, Indien, Russland, Deutschland und Europa.

Ökonomie

InternationalerStudentischerAufruf

Von

noh

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

05.05.2014, 10:36 Uhr

Interessantes Thema leider auf Boulevard Niveau nur angerissen.
Woran machen die Studenten das fest? Wie stellen sie sich zukünftig die Lehre vor? Hätten nicht die Professoren die dieses Manifest mit tragen, bereits heute die Möglichkeit Lehre entsprechend zu gestalten?

Account gelöscht!

05.05.2014, 11:52 Uhr

Einseitigkeit in der ökonomischen Lehre ist mir wohl bekannt. In der DDR gab es nur eine "wahre" Lehre. Und wenn sie in sich noch so widersprüchlich war- was nicht gewollt war durfte auch nicht wahr sein! So etwa wie die Eurorettung 2014.

Account gelöscht!

05.05.2014, 12:19 Uhr

Bei Frau Merkel gibt es nur die korruptive-Subventions-Wirtschaft mit tausenden "geschmierten" Sozialismus-Lobbyisten in der Politik.

Was braucht man Ökonomie und freie Marktwirtschaft ????

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