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19.08.2012

10:15 Uhr

Erfolg in der Karriere

Das Geheimnis des langen Lebens

VonMalte Buhse

Das besten Lebenselixiere sind soziale Anerkennung und Erfolg, belegen zahlreiche Studien. Wer viel Bestätigung erfährt, lebt länger. Ein Karriereschritt kann das Risiko einer Herzkrankheit um 13 Prozent mindern.

Ex-Kanzler Helmut Schmidt ist mittlerweile 93 Jahre alt. APN

Ex-Kanzler Helmut Schmidt ist mittlerweile 93 Jahre alt.

KölnDer Mann hält sich nicht gerade an gängige Gesundheitstipps. Mit 15 Jahren hat Helmut Schmidt mit dem Qualmen angefangen, und bis heute hat er keinen Überblick, wie viele Zigaretten er pro Tag raucht. Auch Schnupftabak konsumiert der Altbundeskanzler regelmäßig. Dennoch ist Schmidt inzwischen 93 Jahre alt - und so beliebt wie sonst kaum ein Politiker in Deutschland. Laut einer aktuellen Umfrage ist er das größte Vorbild der Deutschen.

Die Anerkennung, die Schmidt zuteil wird, könnte dabei in direktem Zusammenhang mit seiner robusten Gesundheit stehen. Denn Ökonomen stellen in Studien immer wieder fest: Wer bei der Arbeit und in der Gesellschaft viel Wertschätzung erfährt, ist gesünder und lebt länger.

Anerkennung im Beruf ist vor allem für das Herz ein wahrer Jungbrunnen, schreiben die Forscher Michael Anderson (Berkeley) und Michael Marmot (University College London). Die beiden haben Karrierewege und Krankenakten von mehr als 10.000 Angestellten des öffentlichen Dienstes in Großbritannien ausgewertet.

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Die Forscher konnten auf eine detaillierte Datenbasis zugreifen: Über 13 Jahre lang wurden Arbeitsplatzwechsel und Arztbesuche der Staatsbediensteten genau erfasst. So konnten sie Karrieristen, die schnell in die Führungsebene aufstiegen, mit Kollegen, die über Jahre auf ein und demselben Posten blieben, miteinander vergleichen. Die Wissenschaftler haben dabei nur Abteilungen und Arbeitsbereiche untersucht, die den Mitarbeitern in etwa die gleichen Aufstiegschancen boten. So erhielten sie möglichst aussagekräftige Ergebnisse.

Staatsbeamte, die im Laufe ihres Lebens mehrfach befördert wurden, litten deutlich seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Kollegen, die den Aufstieg nicht geschafft haben. Jeder einzelne Karriereschritt verringert das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, um bis zu 13 Prozent. Die Forscher konnten ausschließen, dass sie Ursache und Wirkung vertauscht haben: Die Ergebnisse lassen sich nicht damit erklären, dass gesunde Menschen häufiger befördert werden.

Kommentare (6)

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19.08.2012, 11:11 Uhr

Schmidtchen, der starke Raucher leidet deswegen an Osteoprose un sitzt im Rollstuhl, leider kein Vorbild für die Jugend.
Das der ewige Besserwisser und Egomane ständig auch in wirtschaftlichen Dingen falsch lag und liegt ist kein Geheimnis mehr (Fortsetzung von Brandtschuldenpolitik, EURO muß auf Teufel komm raus gerettet werden, 5% Inflation ist besser als 5% Arbeitslosigkeit...etc etc.).

Er sollte mal besser den Mund halten.

Account gelöscht!

19.08.2012, 12:22 Uhr

Da haben ja endlich die Nikotin süchtigen Raucher ein blühendes Vorbild an dem sie sich orientieren können. Der Helmut Schmidt ist schon 93 und raucht seit fast 80 Jahren. Da kann das Rauchen doch nicht so schädlich sein. Die 120 000 Toten im Jahr die an den Folgen des Rauchens sterben, werden dabei gerne übersehen.

R.Ruf

19.08.2012, 13:36 Uhr

Warum ist die Tabakindustrie noch nicht darauf gekommen Herrn Schmidt als Werbeträger anzuheuern?
Wer raucht, lebt länger, wie Herr Schmidt, euer "großes"
Vorbild! Warum ist Schmidt "beliebt", weil er es versteht sich besser zu vermarkten als andere Politiker, ganz gewiss nicht wegen seiner politischen Leistungen, die sehr bescheiden ausfallen, wenn man weiß, dass es Herr Schmidt war, der den Grundstein für ausufernde Staatsschuldenmacherei legte.

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