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13.12.2013

13:15 Uhr

Euro-Rettung

Irland verlässt als erstes den Rettungsschirm

Nach drei Jahren hat Irland als erster Krisenstaat nun den Euro-Rettungsschirm verlassen. Um die wegen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen schwache Binnenkonjunktur zu beleben, erwägt Noonan weitere Reformen.

Eine irische Ein-Euro-Münze liegtauf einer Landkarte von Irland. Irland hat nun offiziell den Euro-Rettungsschirm verlassen. dpa

Eine irische Ein-Euro-Münze liegtauf einer Landkarte von Irland. Irland hat nun offiziell den Euro-Rettungsschirm verlassen.

DublinIrland hat nach drei Jahren als erster Krisenstaat nun offiziell den Euro-Rettungsschirm verlassen. „Das ist nicht das Ende des Weges, aber es ist ein wichtiger Meilenstein“, sagte Finanzminister Michael Noonan am Freitag in Dublin. „Wir müssen mit unserer Politik fortfahren.“ Um die wegen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen schwache Binnenkonjunktur zu beleben, erwägt Noonan eine niedrigere Einkommensteuer. „Wir werden in erster Linie prüfen, wie wir die Steuern als Instrument für Wachstum und Beschäftigung einsetzen können.“

Irland musste vor drei Jahren mit 85 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds vor der Staatspleite bewahrt werden. Seither hat das Land harte Sparmaßnahmen verabschiedet, um die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. 2015 soll sich das Staatsdefizit nach Prognose der EU-Kommission mit drei Prozent wieder im erlaubten Rahmen bewegen. Bis dahin ist das nur 4,6 Millionen Einwohner zählende Land durchfinanziert, da es sich in den vergangenen anderthalb Jahren mit Geld am Kapitalmarkt eingedeckt hat.

Rating-Historie der Krisenländer

Portugals S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

BB / 13.01.2012

BBB- / 05.12.2011

BBB- / 29.03.2011

BBB+ / 24.03.2011

A- / 30.11.2010

A- / 27.04.2010

Portugals Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Ba3 / 13.02.2012

Ba2 / 05.07.2011

Baa1 / 05.04.2011

A3 / 15.03.2011

A1 / 21.12.2010

A1 / 13.07.2010

Aa2 / 05.05.2010

Irlands S&P-Rating

Rating / Gültig seit:

BBB+ / 13.01.2012

BBB+ / 05.12.2011

BBB+ / 01.04.2011

A- / 02.02.2011

A / 23.11.2010

AA- / 24.08.2010

Irlands Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Ba1 / 12.07.2011

Baa3 / 15.04.2011

Baa1 / 17.12.2010

Aa2 / 05.10.2010

Aa2 / 19.07.2010

Spaniens S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

BBB- / 10.10.2012

BBB+ / 26.04.2012

A / 13.01.2012

AA- / 05.12.2011

AA- / 13.10.2011

AA / 28.04.2010

Spaniens Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Baa3 / 16.10.2012

Baa3 / 13.06.2012

A3 / 13.02.2012

A1 / 18.10.2011

Aa2 / 29.07.2011

Aa2 / 10.03.2011

Aa1 / 15.12.2010

Aa1 / 30.09.2010

Aaa / 30.06.2010

Italiens S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

BBB+u / 31.01.2012

Au / 05.12.2011

Au / 19.09.2011

A+u / 17.02.2011

Italiens Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

Baa2 / 13.07.2012

A3 / 13.02.2012

A2 / 04.10.2011

Aa2 / 17.06.2011

Griechenlands S&P-Rating

Rating: / Gültig seit:

B- / 18.12.2012

SD / 05.12.2012

CCC / 02.05.2012

SD / 27.02.2012

CC / 27.07.2011

CCC / 13.06.2011

B / 09.05.2011

BB- / 29.03.2011

BB+ / 02.12.2010

BB+ / 27.04.2010

BBB+ / 16.03.2010

Griechenlands Moody's-Rating

Rating: / Gültig seit:

C / 02.03.2012

Ca / 25.07.2011

Caa1 / 01.06.2011

B1 / 09.05.2011

Ba1 / 26.12.2010

Ba1 / 14.06.2010

A3 / 22.04.2010

Irland gilt als Vorbild für Griechenland, Portugal und Zypern, die ebenfalls mit vielen Milliarden vor der Pleite gerettet werden mussten. Zudem erhielt Spanien viel Geld, um seine maroden Banken zu sanieren. Von allen Krisenstaaten steht Irland am besten da. 2013 soll die Wirtschaft das dritte Jahr in Folge wachsen, wenn auch nur um magere 0,3 Prozent. Das Tempo dürfte sich 2014 auf 1,7 Prozent und 2015 sogar auf 2,5 Prozent beschleunigen, sagt die EU-Kommission voraus.

Von

rtr

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