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02.02.2012

00:00 Uhr

Fellowships für Nachwuchsforscher

Berliner Ökonomengipfel lädt Studenten ein

VonOlaf Storbeck

Das Institute for New Economic Thinking tagt im April 2012 in Berlin. 25 Master-Studenten und Doktoranden können als Fellows dabei sein und mit Top-Ökonomen wie Joseph Stiglitz diskutieren. Bewerbungsschluss ist der 29. Februar.

Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz - einer von zahlreichen Top-Referenten auf der INET-Tagung in Berlin im April 2012. Reuters

Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz - einer von zahlreichen Top-Referenten auf der INET-Tagung in Berlin im April 2012.

Die Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und James Heckman werden in Berlin dabei sein, die amerikanischen Star-Ökonomen Nouriel Roubini und Ken Rogoff haben sich angemeldet, und auch die Wirtschaftsweisen Lars Feld und Peter Bofinger wollen kommen - es sind illustre Referenten, die vom 12. bis 15. April 2012 in Berlin über die Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftspolitik der Zukunft reden werden.

Zum ersten Mal findet die Jahrestagung des Institute for New Economic Thinking (INET) in Deutschland statt. Unter dem Titel "Paradigm Lost: Rethinking Economics and Politics" diskutieren 350 Wissenschaftler, Politiker und Praktiker im Axica-Konferenzzentrum direkt am Brandenburger Tor vier Tage lang über die Wirtschaftskrise und das Finanzsystem, über soziale Ungleichheit und die Zukunft Europas.

Vor Ort dabei sein kann nur, wer von der Denkfabrik persönlich eingeladen wird. Doch für Nachwuchswissenschaftler gibt es eine Ausnahme: Master-Studenten und Doktoranden können sich ab sofort für ein Fellowship-Programm bewerben, das INET gemeinsam mit dem Handelsblatt auf den Weg gebracht hat.

Für bis zu 25 junge Forscher aus aller Welt übernimmt INET im Rahmen seiner "Young Scholar Initiative" die Kosten für Anreise und Übernachtung.

Vorbild für die öffentliche Ausschreibung sind ähnliche Fellowship-Programme, die das Handelsblatt zusammen mit verschiedenen Partnern für das Lindauer Ökonomie-Nobelpreisträgertreffen, den "Munich Economic Summit" und die Konferenz "Ökonomie neu denken" aufgelegt hat. Seit 2006 haben mehr als 100 Nachwuchs-Ökonomen über im Handelsblatt ausgeschriebene Fellowships an hochkarätigen wissenschaftlichen Tagungen teilgenommen.

Das INET-Programm ist nicht nur für Wirtschaftswissenschaftler offen, sondern richtet sich auch an wirtschaftlich interessierte Forscher aus anderen Disziplinen. "Wir suchen ökonomische Vordenker - das müssen aber nicht unbedingt Ökonomen sein", sagt Perry Mehrling, Professor am Barnard College der Columbia University und verantwortlich für die "Young Scholar Initiative" von INET.

Bis zum 29. Februar bewerben.

Auch angehende Historiker, Politikwissenschaftler, Soziologen, Anthropologen und Juristen sind daher explizit eingeladen, sich zu bewerben. Die Young Scholars haben Zugang zu allen Sessions und Gala-Dinners der Tagung.

Interessenten können ihren Lebenslauf bis zum 29. Februar auf der INET-Webseite hochladen. Zudem werden sie gebeten, kurz das Thema ihrer Master- oder Doktorarbeit zu beschreiben und zu erklären, warum sie neues ökonomisches Denken für nötig halten.

INET ist eine weltweit aktive Denkfabrik, die sich für mehr Pluralismus und Offenheit in den Wirtschaftswissenschaften starkmacht. Entstanden ist das Institut auf Initiative von George Soros, der es Ende 2009 mit 50 Millionen Dollar Startkapital ausstattete.

Inzwischen arbeitet INET auch mit weiteren Geldgebern und zahlreichen Hochschulen zusammen, im wissenschaftlichen Kuratorium sind fünf Nobelpreisträger vertreten, darunter neben Stiglitz auch George Akerlof und Amartya Sen.

Derzeit finanziert die Denkfabrik zudem 32 verschiedene Forschungsprojekte an Universitäten in aller Welt - der Fokus liegt auf unorthodoxen Ideen abseits des Mainstreams.

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