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12.12.2011

11:19 Uhr

IMK-Studie

Deutsche Arbeitskosten bleiben niedrig

Die deutsche Arbeitskosten ziehen auch im Aufschwung kaum an, zeigt eine Studie des IMK. Im europäischen Vergleich bleiben sie niedrig, die Kosten in der Privatwirtschaft kletterten im Jahr 2010 nur um 0,6 Prozent.

Die Arbeitskosten in Deutschland bleiben auf niedrigem Niveau. dpa

Die Arbeitskosten in Deutschland bleiben auf niedrigem Niveau.

BerlinDie Arbeitskosten in Deutschland steigen auch im Aufschwung kaum und bleiben im europäischen Vergleich niedrig. Die Kosten in der Privatwirtschaft kletterten nach Berechnungen des gewerkschaftsnahen IMK-Instituts 2010 nur um 0,6 Prozent. Im Durchschnitt der EU-Länder stiegen die Arbeitskosten um 1,7 Prozent und im Mittel des Euroraums um 1,6 Prozent, wie das IMK am Montag mitteilte. Unter den Euro-Ländern gab es nur in den wirtschaftlich stark angeschlagenen Staaten Irland und Griechenland eine geringere Steigerung als in Deutschland.

Damit setzt sich in Deutschland trotz des starken Wirtschaftswachstums von fast vier Prozent der langjährige Trend fort, dass die Arbeitskosten in der heimischen Wirtschaft deutlich langsamer zunehmen als in den anderen Ländern der Europäischen Union. So stiegen die hiesigen Arbeitskosten zwischen 2000 und 2010 nominal um durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr, im Durchschnitt des Euroraums um 2,8 Prozent, im EU-Durchschnitt um 3,3 Prozent.

Als Arbeitskosten definieren die Düsseldorfer Forscher des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) neben dem Bruttolohn die Arbeitgeberanteile an den Sozialbeiträgen sowie bestimmte Steuern. Demnach kostete eine Arbeitsstunde in der deutschen Privatwirtschaft 2010 rund 29,10 Euro. Deutschland liegt damit EU-weit an siebter Stelle. Höher sind die Kosten in Belgien, Dänemark, Schweden, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden. Der EU-Schnitt liegt bei 22,50 Euro.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Exportluege_und_Volksverarschung

12.12.2011, 11:36 Uhr

Die Schlkagzeile müsste verständlicherweise so lauten:
„Trotz Produktivitäts- und Wirtschaftsaufschwungs keine Lohn- und Gehaltserhöhungen bei den abhängig beschäftigten Arbeitnehmern zu verzeichnen. Der inflationierte Weich-Teuro tut ein Übriges zum weiteren Kaufkraftverlust breiter Bevölkerungsschichten.“

Account gelöscht!

12.12.2011, 12:22 Uhr

Und deshalb geht es weiter bergab. Der Reichtum der Reichen explodiert, die Kaufkraft stürzt in den Keller. Das hält die beste Wirtschaft auf Dauer nicht aus.

Account gelöscht!

12.12.2011, 17:51 Uhr

Daher rate ich auch JEDEM, der Hartz4 empfängt, zuhause zu bleiben und bloss keine Arbeit aufzunehmen, bezw etwas schwarz dazu zu verdienen.
Für den Arbeitnehmer LOHNT es sich nicht, zu arbeiten, lohnt es sich nicht, sich anzustrengen, lohnt sich der Einsatz nicht.

Man sieht es übrigens am Weihnachtsgeschäft, dass die Leute kein Geld trotz "Aufschwung" haben.

JEDER Arbeitslose sollte also trickreich Arbeit verweigern und sich nach Belieben vom Staat bezahlen lassen, dabei aber mit eigenen Fitnessprogrammen (lange Waldspaziergänge, Schwimmen oder auch Kampfssport für den eigenen Körper soregen, statt daheim rumzusitzen.

So gesundet wird er jedem unverschämten Arbeitgeberschwein (sorry für den Ausdruck, aber ich schreibe ihn bewusst, weil das passt) und jedem Sachbearbeiter auf den Arbeitsämtern die Stirnm bieten können.

Fitness statt Arbeit!!

Das zahlt sich bedeutend besser aus als im Job krank zu werden.

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