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03.01.2005

16:10 Uhr

Ökonomie

IR-Abteilungen: Unsicherheit wegen Anlegerschutzverbesserungsgesetz

In deutschen Investor Relations-Abteilungen herrscht weiterhin Unsicherheit, wie die neuen ...

In deutschen Investor Relations-Abteilungen herrscht weiterhin Unsicherheit, wie die neuen Bestimmungen des Anlegerschutzverbesserungsgesetzes (AnSVG) umzusetzen sind. Das zeigte das "euro adhoc IR-Forum 2004", das am 25. 11. 2004 in Frankfurt am Main stattfand. Rund 70 IR-Profis und Journalisten diskutierten auf Einladung der dpa-Tochter news aktuell über Anlegerschutz und Publizitätspflichten.
Nachdem Elisabeth Roegele , Referatsleiterin Bereich Wertpapieraufsicht bei der BaFin, die zentralen Punkte des neuen Gesetzes erläutert und Tipps zu deren Umsetzung gegeben hatte, machte Otmar F. Winzig , Vice President Investor Relations bei der Software AG und Vorstandsmitglied des DIRK (Deutscher Investor Relations Kreis), seine Kritik deutlich. Er verglich das neue Gesetz mit einem Auto, das mit einem unbekannten Schalter aus der Werkstatt komme und lediglich einen Zettel im Handschuhfach habe mit der Aufschrift "Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an". Sein Tipp an die anwesenden IR-Verantwortlichen mit Hinweis auf eine unsichere Rechtslage: "Dokumentieren, dokumentieren, dokumentieren. Man weiß nie, wozu man das später braucht".
Dass die IR-Fachleute dem Anlegerschutzverbesserungsgesetz in der Mehrheit eher kritisch gegenüberstehen, zeigte eine Studie der Wirtschaftsmedienberatung Märzheuser / Gutzy. Darin gaben die befragten IR-Abteilungen mehrheitlich an, ein Anwachsen der Bürokratie und eine Verringerung der Rechtssicherheit zu erwarten.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 03.01.2005

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