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11.01.2005

14:01 Uhr

Ökonomie

M & A-Aktivität weltweit bei Banken und Versicherungen am stärksten

Im Jahr 2004 fanden 19% aller Fusionen und Übernahmen weltweit im Finanzsektor statt. Dies belegen ...

Im Jahr 2004 fanden 19% aller Fusionen und Übernahmen weltweit im Finanzsektor statt. Dies belegen am 22. 12. 2004 veröffentlichte Zahlen aus der M & A Transaktionsdatenbank ZEPHYR von Bureau van Dijk Electronic Publishing. Allein in dieser Branche wurden bis zum 14. 12. 2004 6910 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 436 Mrd. Euro angekündigt. Im Vorjahr waren es 5318 Deals im Wert von 433 Mrd. Euro. Hiermit sind die Banken und Versicherungen bereits zum 2. Mal in Folge der aktivste Sektor im globalen M & A-Geschäft
Während Anzahl und Volumen von M & A-Deals im Finanzsektor weltweit anstiegen, gingen in den USA beide Werte zurück. Das Transaktionsvolumen im US-Finanzsektor fiel von 190 Mrd. Euro im Jahr 2003 auf 171 Mrd. Euro im Jahr 2004. Parallel hierzu sank auch die Anzahl der US-Finanzdeals von 1095 (2003) auf 1.007 (2004). Die US-Zahlen stehen im völligen Gegensatz zu Europa und der restlichen Welt, wo Anzahl und Wert vergleichbarer Transaktionen deutlich zulegten. Europäische Banken- und Versicherungsdeals stiegen wertmäßig von 129 Mrd. Euro (2504 Deals) auf 139 Mrd. Euro (3658 Deals). In den übrigen Ländern der Welt wuchs der Gesamtwert von 104 Mrd. Euro auf 125 Mrd. Euro bei einer sehr deutlichen Erhöhung der Dealanzahlen von 1432 auf 2198.
Das M & A-Geschehen im Banken- und Versicherungsumfeld zeichnete sich durch einige bedeutende Transaktionen aus. Die vier größten Deals erreichten einen Gesamtwert von fast 120 Mrd. Euro. Hierzu zählt der Kauf der Bank One Corporation durch JP Morgan für 47 Mrd. Euro, die Übernahme der UFJ Holdings Inc. durch die Sumitomo Mitsui Financial Group Inc (24 Mrd. Euro) und der Kauf der Abbey National plc durch die Banco Santander Central Hispano SA (12 Mrd. Euro).
Das Gesamtvolumen aller Fusionen und Übernahmen weltweit umfasste im Jahr 2004 1,7 Billionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 400 Mrd. Euro gegenüber 2003. Insgesamt wurden 48 513 M & A-Transaktionen bis zum 14. 12. 2004 weltweit angekündigt - im Vergleich zu 39 694 Deals im Vorjahr.
Lisa Wright, Commercial Director für ZEPHYR, kommentiert diese Zahlen: "Die M & A-Aktivität im Banken- und Versicherungssektor leistet erneut den wichtigsten Einzelbeitrag zum globalen M & A-Geschehen, wobei die Zunahme der Aktivität besonders auf einige Mega-Deals zurückzuführen ist. Die USA dominieren weiter bei den Transaktionswerten, was sich darin zeigt, dass der größte Einzeldeal weltweit dort abgeschlossen wurde. Aber im Verlauf des Jahres 2004 wurde auch klar, dass Asien - und hier besonders China und Japan - mit der Aufholjagd begonnen haben. Da eine Fortsetzung der Konsolidierung im Finanzsektor im Jahr 2005 sehr wahrscheinlich ist, können wir in den nächsten zwölf Monaten sogar noch größere Transaktionen erwarten."

Quelle: FINANZ BETRIEB, 11.01.2005

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