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19.05.2011

00:00 Uhr

Munich Economic Summit

Wenn Vater Staat nicht mehr kann

VonDorit Heß, Olaf Storbeck

Auf dem Munich Economic Summit diskutieren Experten ab heute über die Folgen der Krise für die öffentlichen Haushalte.

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn ist Gastgeber des Munich Economic Summit. Er plädiert dafür, den Konjunkturaufschwung für eine konsequente Sanierung der Staatsausgaben zu nutzen Quelle: dapd

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn ist Gastgeber des Munich Economic Summit. Er plädiert dafür, den Konjunkturaufschwung für eine konsequente Sanierung der Staatsausgaben zu nutzen

Frankfurt, LondonEs ist ein höchst ungewöhnliches Versprechen, das David Cameron den Briten gegeben hat: Der Premier will sich selbst entmachten - zumindest teilweise. "Wir werden die erste Regierung seit einer Generation sein, die am Ende ihrer Amtszeit weniger Einfluss hat als am Anfang", kündigte der Regierungschef an. Die Bürger sollen selbst das Heft in die Hand nehmen und nicht alles dem Staat überlassen, so Cameron. Er propagiert eine Renaissance von Bürgersinn und Ehrenamt: Eltern sollen Schulen gründen, Bürger private Initiativen gegen Arbeitslosigkeit betreiben, Freiwillige die Betreuung von Senioren und Kleinkindern übernehmen. "Big Society" hat Cameron diese Idee genannt. "Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Vater Staat", hat die deutsche Rockband "Element of Crime" vor 18 Jahren gesungen. Sind diese Zeiten jetzt vorbei? Welche Rolle soll, welche kann der Staat in Wirtschaft und Gesellschaft spielen?

Rund 180 Experten aus Politik, Wissenschaft und Unternehmen diskutieren heute und morgen auf dem zehnten "Munich Economic Summit" (Livestream zu der Veranstaltung) über diese Fragen. "Europe at a Crossroads: The Role of the State in a Globalised Word" lautet das Thema der Konferenz. Zu den Referenten gehören Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und neue FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle sowie der US-Ökonomieprofessor Jeffrey Sachs. Mit dabei sind auch zehn hochkarätige Nachwuchswissenschaftler, die aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgesucht wurden und die als Handelsblatt-Fellows an der Tagung im Luxushotel Bayerischer Hof teilnehmen. Das Handelsblatt ist wie in den Vorjahren Medienpartner des Ökonomengipfels, den das Münchener Forschungsnetzwerk CESifo und die BMW Stiftung Herbert Quandt gemeinsam veranstalten.

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