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03.02.2011

19:29 Uhr

Ökonomie

Schöne Frauen machen Schachspieler risikobereit

VonJan Mallien

Männer reagieren anders auf äußerliche Reize als Frauen. Schachspieler, denen besonders hübsche Frauen gegenübersitzen, wählen die riskante Strategie. Das zeigt eine neue Studie schwedischer Ökonomen. Schuld ist wie immer das Testosteron.

Schachbrett: Männer gehen ein höheres Risiko ein, wenn sie gegen attraktive Frauen spielen. Siegfried Grass

Schachbrett: Männer gehen ein höheres Risiko ein, wenn sie gegen attraktive Frauen spielen.

FrankfurtBeim Schach stoßen selbst die hellsten Köpfe rasch an ihre Grenzen. Schon nach zwei Zügen sind 72 084 verschiedene Stellungen möglich. So ist schnell der Punkt erreicht, an dem kein menschliches Hirn mehr in der Lage ist, alle möglichen Varianten durchzudenken.

Hinzu kommt, dass sich auch professionelle Schachspieler von allzu menschlichen Dingen beeinflussen lassen. Unter anderem dem Aussehen ihrer Gegner. Männer, die einer besonders hübschen Frau gegenübersitzen, stürzen sich in halsbrecherische Spielzüge, zeigen drei schwedische Ökonomen in einer neuen Studie mit dem Titel "Beauty Queens and Battling Knights: Risk Taking and Attractiveness in Chess".

Grundlage der Untersuchung sind die Partien von 626 professionellen Schachspielerinnen- und -spielern im Lauf von elf Jahren. Das Aussehen der Spieler ließen die Forscher in einer Online-Umfrage von 2 000 Teilnehmern bewerten – auf einer Skala von 0 bis 10. Um die Risikoneigung eines Spielers zu ermitteln, analysierten sie seine Eröffnungsstrategie.

Dabei zeigte sich ein klares Bild: Wenn Männer gegen attraktive Frauen antreten, spielen sie anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine riskante Eröffnungsstrategie wählen, ist zehn Prozent höher. Einen spielerischen Vorteil haben sie dadurch nicht, stellten die Forscher fest. Bei Frauen haben Geschlecht und Aussehen des Gegners dagegen keine Auswirkungen darauf, wie viel Risiko sie während des Spiels eingehen.

Die Eröffnungsstrategie eines Schachspielers ist ein guter Indikator für seine Risikoneigung. Eine riskante Strategie, bei der der Spieler sofort einen Angriff einleitet, reißt Lücken in der eigenen Verteidigung. Bereits ein kleiner Fehler kann dann das Spiel zugunsten des Gegners entscheiden. Bei sicheren Strategien wirken sich Fehler dagegen nicht so verheerend aus, allerdings hat ein Spieler auch weniger Möglichkeiten zum Angriff.

Um 500 verschiedene Eröffnungsstrategien nach ihrem Risiko zu unterscheiden, befragten die Forscher acht erfahrene Schachspieler. Stuften mindestens sechs der acht Experten eine Strategie als riskant oder sicher ein, schlossen sich die Forscher dem Urteil an. Ansonsten werteten sie die Eröffnung als neutral.

Kommentare (4)

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AndreAdrian

03.02.2011, 21:36 Uhr

Männer mit hohem Testosteronspiegel trafen riskantere finanzielle Entscheidungen

Dem Macho-Mann kocht das Testosteron im blut. Und als Alpha-Tier will er Fonds-Manager oder investment-banker werden. Wenn genug Exemplare dieses Typus zusammentreffen bekommen wir eine Finanzkrise. Ob dagegen die Frauenquote hilft? Mindestens eine Mutti als Chef pro Grossunternehmen damit weniger gezockt wird. Schaden kann das Experiment nicht.

Zipflkl4tscher

04.02.2011, 10:44 Uhr

Richtig, darf aber keine MiLF sein, sonst fällen die anderen Chefs riskantere Entscheidungen und überstimmen die Mutti. Damit wird dann alles noch schlimmer! Also wenn Mutti als Chef, dann muss das ne richtig häßliche sein! :D
in der Liga gibts ja aber fast eh nur Mannsweiber - somit dürfte das nicht all zu schwer werden. ;)

Mike

04.02.2011, 15:10 Uhr

Sollte mal jemand die Konstellation Merkel - (Sch) Westerwelle untersuchen :-)

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