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11.01.2005

13:45 Uhr

Die Postbank erwartet für das kommende Jahr steigende Unternehmensgewinne. "Auch wenn die Konjunkturdynamik sich weltweit etwas verlangsamen dürfte, sind die Gewinnaussichten angesichts eines robusten makroökonomischen Umfeldes gut", so Chefvolkswirt Marco Bargel. "Die Voraussetzungen für weitere Kursgewinne am Aktienmarkt sind damit günstig. 2005 könnte ein Jahr der Aktien werden. Der Rentenmarkt dagegen wird die hervorragende Performance des vergangenen Jahres nicht wiederholen können." Risiken für die Aktienkurse sieht Bargel in der Entwicklung des Ölpreises und der Wechselkurse.
Der Rohölmarkt bleibt nach Einschätzung von Postbank Research anfällig für Rückschläge. Allerdings sind Ölpreissteigerungen für die entwickelten Volkswirtschaften in Europa und Nordamerika weit weniger konjunkturschädlich als für schnell wachsende Schwellenländer wie China. Die Entwicklung der Wechselkurse dagegen ist das Hauptrisiko für den Euroraum. Die Zunahme des Euro gegenüber dem Dollar um mehr als 50% seit 2001 dürfte die europäische Wirtschaft insgesamt bereits ein bis zwei Prozentpunkte Wachstum gekostet haben. Allerdings rechnen die Postbank-Volkswirte auf Jahressicht mit einer Entlastung durch einen wieder etwas stärkeren US-Dollar.
Die robuste Weltkonjunktur dürfte für steigende Zinsen sorgen. Denn gemessen an den Wachstumsraten, die in wichtigen Volkswirtschaften erreicht werden, sind die realen Zinssätze viel zu niedrig. Die Postbank erwartet, dass die FED die US-Zinsen schrittweise nach oben korrigieren wird, bis ein neutrales Niveau erreicht ist. Auch die EZB wird die Leitzinsen voraussichtlich erhöhen, sobald die Euro-Aufwertung eindeutig zum Stillstand gekommen ist und die Konjunkturdaten Stabilisierung anzeigen.
Mehr dazu unter: http://www.postbank.de/research.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 11.01.2005

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