Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2012

09:00 Uhr

Spitzenposten

Berliner Privat-Uni holt Stanford-Professor

VonOlaf Storbeck

Der ehemalige Präsident der Berliner Elite-Hochschule European School of Management and Technology hatte ein Jobangebot von Bundeskanzlerin Merkel angenommen. Sein Nachfolger ist Deutscher, lehrt aber bislang in den USA.

Stefan Reichelstein lehrt noch in Stanford, bald an der ESMT in Berlin.

Stefan Reichelstein lehrt noch in Stanford, bald an der ESMT in Berlin.

LondonEigentlich hat der Mann beruflich schon lange ausgesorgt. Denn Stefan Reichelstein hat seit zehn Jahren einen Professoren-Posten auf Lebenszeit an einer der besten amerikanischen Universitäten inne: in Stanford. Dennoch zieht es den deutschen Betriebswirt jetzt zurück in die Heimat. Im Juni wird der 54-Jährige neuer Präsident der European School of Management and Technology (ESMT). Das gab die private Business School am Morgen bekannt und bestätigte damit einen Bericht des Handelsblatts.

Reichelstein, der seit mehr als 30 Jahren in den USA forscht, ist innerhalb weniger Tage der zweite Spitzen-Ökonom, der sich zu einer Rückkehr nach Deutschland entschlossen hat. Am Freitag vergangener Woche gab das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZWE) bekannt, dass Clemens Fuest im März 2013 die Führung des Instituts übernehmen wird. Fuest forscht derzeit an der britischen Oxford University.

Der ESMT-Chefposten war im Sommer überraschend frei geworden, weil Angela Merkel Lars-Hendrik Röller als Wirtschaftsberater ins Kanzleramt geholt hatte. Unter Röllers Führung ist die ESMT stark gewachsen und mit 23 Vollzeitprofessoren heute eine der größten deutschen BWL-Fakultäten. „Stefan Reichelstein war unser absoluter Wunschkandidat“, sagte der kommissarische ESMT-Chef Jörg Rocholl dem Handelsblatt. „Dass es uns gelungen ist, einen international angesehenen Spitzenforscher aus den USA für uns zu begeistern, zeigt, welche Fortschritte wir in den vergangenen Jahren gemacht haben.“

Das Ausbildungsmodell der ESMT orientiert sich am Vorbild angelsächsischer Business Schools: Die Hochschule bietet MBA-Kurse für Manager an, die bereits über ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen.

Reichelstein gilt als einer der weltweit führenden Management-Forscher. Zu seinen Spezialthemen gehört die Kosten- und Profitabilitätsanalyse und die Rechnungslegung. Seine Forschungsergebnisse erscheinen regelmäßig in international führenden Fachzeitschriften. Reichelstein selbst ist Herausgeber des angesehenen „Review of Accounting Studies“.

„Die ESMT hat es in vergleichsweise wenigen Jahren geschafft, sich als private Business School fest zu etablieren“, kommentiert er seine Entscheidung. „Meine Tätigkeit an der ESMT wird sich darauf konzentrieren, die Reputation der Schule in Forschung und Lehre weiter voranzubringen.“ Dabei wolle er eng mit den Stifterunternehmen der ESMT zusammenarbeiten.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

RD1

01.02.2012, 09:33 Uhr

Und das ist ein Artikel im HB wert ?
Nur weil er in Stanford lehrt ist er sofort der Super-Prof ?
Wieviel zahlt die Privat-Uni denn für diesen Artikel ?



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×