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16.01.2012

16:13 Uhr

Staatsanleihen

EZB tritt mit aggressiverer Kaufstrategie auf

Die Europäische Zentralbank hat sich zum Wochenbeginn aggressiver um italienische Staatsanleihen bemüht. Händler berichten von Geboten bis zu einer Höhe von 30 Millionen Euro. Damit ist die EZB der einzig große Käufer.

Das Euro-Zeichen vor der EZB in Frankfurt spiegelt sich in einer Pfütze. dpa

Das Euro-Zeichen vor der EZB in Frankfurt spiegelt sich in einer Pfütze.

BerlinDie Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Staatsanleihenkäufe in der vorigen Woche verstärkt. Sie erwarb Papiere im Wert von 3,766 Milliarden Euro am Markt, wie die EZB in Frankfurt mitteilte. In der Woche zuvor waren es nur 1,104 Milliarden Euro gewesen. Seit Mai 2010 hat die Zentralbank damit Bonds von schuldengeplagten Euro-Staaten wie Italien und Spanien im Gesamtwert von 217 Milliarden Euro aufgekauft. Die Käufe sind vor allem in Deutschland höchst umstritten, da Kritiker die Grenze zwischen Geld- und Fiskalpolitik verwischt sehen.

Die EZB hat auch zu Beginn dieser Woche Händlern zufolge italienische Staatsanleihen am Markt aufgekauft und damit das Zinsniveau gedrückt. „Es wird etwas aggressiver vorgegangen als gewöhnlich“, sagte ein Händler. Es würden Gebote über 20 bis 30 Millionen Euro abgegeben. Ein zweite Händler bestätigte dies: „Die EZB ist heute der einzige große Käufer.“

Von

rtr

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

16.01.2012, 16:31 Uhr

Aggressiver? Wenn ich mir alles andrehen lasse und alles kaufe, dann nennt man das defensiv, nicht aggressiv.
Und von einer "Strategie" zu sprechen, wenn die EZB fast der einzige Käufer ist, soll wohl ein Handelsblatt-Witz sein.

Thomas-Melber-Stuttgart

16.01.2012, 16:39 Uhr

Ich dacht, das Kapitel wäre im wesentlichen abgeschlossen? Unglaublich, das.

Mazi

16.01.2012, 17:52 Uhr

Wer dekct eigentlich diese Käufe ab und wer steht dafür gerade?

Wenn nach dem EZB-Vertrag diese Käufe nicht legitimiert sind, dann stellt sich in der Tat die Frage der Haftung. Hier sind die Aufsichtsgremien gefragt.

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