Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.08.2012

01:10 Uhr

Staatsverschuldung

Roland Berger fordert Vertrauen in private Investoren

Die Infrastruktur in Europa muss ausgebaut werden, damit die Region wachsen kann. Davon ist der Unternehmensberater Roland Berger überzeugt - und er fordert Politiker auf, „ideologischen Ballast“ abzuwerfen.

Roland Berger schlägt Public Private Partnerships für Infrastrukturprojekte vor. dpa

Roland Berger schlägt Public Private Partnerships für Infrastrukturprojekte vor.

BerlinDer Unternehmensberater Roland Berger schlägt ein privat finanziertes Wachstumsprogramm zur Bekämpfung der Staatsverschuldung in Europa vor.

"Weltweit stehen dafür geschätzt 170.000 Milliarden Euro privates Vermögen bereit. Investoren suchen händeringend Anlagemöglichkeiten", sagte der Gründer der gleichnamigen Unternehmensberatung der "Süddeutschen Zeitung".

In Europa seien für den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur - etwa Straßen und schnelle Internetleitungen - mindestens 1000 Milliarden Euro nötig. Angesichts ihrer Verschuldung könnten die Staaten dieses Geld nicht aufbringen, sagte der 74-Jährige: "Aber das müssen sie auch nicht - denn europaweite arbeitsintensive Infrastrukturprojekte könnten, etwa durch Public Private Partnerships, ohne weiteres privat finanziert und auch betrieben werden. Dazu müsste die Politik nur ideologischen Ballast abwerfen." Dies würde die Wirtschaft ankurbeln und in der Folge dank höherer Steuereinnahmen und geringerer Sozialausgaben die Staatsschulden senken helfen.

Breitband-Internet: Bundesnetzagentur gibt Probleme bei LTE-Ausbau zu

Breitband-Internet

Netzagentur gibt Probleme bei LTE-Ausbau zu

Die Bundesnetzagentur hat offenbar Probleme mit der Bearbeitung von LTE-Ausbauanträgen.

Es sei problematisch, dass immer noch "die Ideologie" vorherrsche, "dass Infrastruktur in Europa tunlichst nicht in privaten Händen liegen darf", sagte der Berater. Damit Investoren tatsächlich die nötigen Milliarden bereitstellten, müssten die Regierungen die Regulierung investorenfreundlicher gestalten, etwa im Telekommunikationsmarkt.

Doch die Regierungen würden im Moment bei der Bekämpfung der Euro-Krise nicht auf private Investitionen in Wachstum vertrauen, sondern sich auf Sparpakete sowie Hilfspakete von reichen für arme Länder konzentrieren, kritisierte Berger.

Von

rtr

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

hoppala

18.08.2012, 02:09 Uhr

Ob Roland Berger noch überhaupt etwas merkt bei der Verfechtung seiner Thesen aus jungen Jahren, die er in ihrer Konsequenz immer noch nicht verstanden zu haben scheint?
Na?
Wie wärs mal mit einem privatisiert erzeugten Flugzeugunfall, um das Stakeholder-Value mal wieder aufzuwerten?
Ryanair dürfte so recht nach Ihrem Geschmack sein: ganz viel PR Arbeit um zu verstehen, das der Gearschte der Kunde ist.
In diesem Sinne, viel Spaß bei Ihrer vollkommen privatisiert durchgeführten Herz-OP, die deswegen danebengegangen sein dürfte, weil gespart wurde.
Wein trinken und Wasser predigen: die allerschlimmsten aller Heuchler!

ich_bin_nur_noch_stinksuaer

18.08.2012, 02:24 Uhr

Natürlich merkt der was, nämlich, dass keiner mehr Lust hat noch länger den ganzen Unsinn mitzutragen. Und da er ja wahrscheinlich auch nichts anderes kann als Finanzprodukte verkaufen, redet er halt jetzt wieder so, wie man halt immer redet, wenn man glaubt, dass man es besser wüsste.
Ist halt auch so ein aufgeblasener Typ, wo man besser nicht in der Nähe ist, wenn er auf die Toilette geht.

n1ck

18.08.2012, 04:33 Uhr

Man kann ja von Roland Berger halten was man will. Bei dem was er hier sagt stimme ich ihm aber zu. Es gibt versch. Infrastrukturen an der alle in der Bevölkerung ein Interesse haben. Der deutsche Staat kriegt zurzeit noch sehr günstig Kredit. Warum werden damit z.B. nicht Infrastrukturprojekte wie Energiewende und Glasfaser Ausbau mit finanziert in Partnerschaft mit Unternehmen. Der Staat könnte dann hinterher wieder an einem Teil der Gewinne beteiligt werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×