Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.06.2011

10:33 Uhr

Studie

Warum sich Hollywood-Stars nicht in jeden verlieben

VonFrederic Spohr

Ein Ökonom aus Dänemark hat die Ehen von Hollywood-Stars untersucht und dabei viel über das Geheimnis glücklicher Beziehungen gelernt - und über die Grenzen der Wirtschaftspolitik.

Nicole Kidman und ihr Ehamann Keith Urban - beide sind nicht lange zur Schule gegangen. Das ist kein Zufall. Quelle: Reuters

Nicole Kidman und ihr Ehamann Keith Urban - beide sind nicht lange zur Schule gegangen. Das ist kein Zufall.

KölnGustaf Bruze ist kein Klatschreporter. Der Mann ist Volkswirt, und was Hollywoodstars in ihrer Freizeit treiben, ist ihm eigentlich ziemlich egal. Dennoch wissen nur wenige so viel über das Liebesleben erfolgreicher Schauspieler wie der Ökonom der Aarhus School of Business. Bruze hat die Ehen von 400 US-Schauspielern unter die Lupe genommen.

Seine Arbeit mit dem Titel "Choices of Movie Stars: Does Spouse's Education Matter?", die jüngst im Journal of Human Capital erschienen ist, liefert neue Antworten auf ein altes Rätsel der Sozialwissenschaft: Warum Menschen auffällig häufig einen Partner mit ähnlicher Ausbildung heiraten.

Ökonomisch hat das Phänomen erhebliche Relevanz: Dass gut ausgebildete Menschen, die meist auch viel verdienen, unter sich bleiben, ist einer der Gründe für Einkommensungleichheit. Zwar verdienen Männer generell bis heute mehr als Frauen. Aber dennoch schauen sie bei der Partnerwahl in ähnliche Sphären: Akademiker heiraten Akademikerinnen, Hilfsarbeiter heiraten Hilfsarbeiterinnen. Gerade in reichen Haushalten sind die Einkommen der Frauen in den vergangenen Jahren überproportional stark gestiegen, stellte jüngst eine OECD-Studie fest. Forscher nennen dieses Phänomen "assortative mating".

Vor 20 Jahren galt in den Industrieländern für 33 Prozent aller Doppelverdiener-Ehen, dass beide Partner in der gleichen Einkommensklasse lagen - heute ist dies bei 40 Prozent der Fall. "Dieser Trend hat die Einkommensungleichheit zwischen Haushalten verstärkt", lautet das Fazit der OECD.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

bytesphinx

26.06.2011, 12:38 Uhr

Eine sicherlich spannende Arbeit, die hier gerne nur ein wenig tiefergehender hätte behandelt werden können (oder es wurde zu viel gekürzt). Gerade das Fazit hätte etwas detaillierter ausgearbeitet werden sollen, damit der Zusammenhang klar wird (ohne dass man die ganze Arbeit lesen muß). So ähnelt der Artikel mehr einem Teaser oder einer kreischenden Bild-Headline "Sozialpolitik nutzlos"

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×