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19.01.2005

11:44 Uhr

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt vom 31. 12. 2004 Nr. L 390/38 die am 15. 12. 2004 verabschiedete Richtlinie 2004/109/EG zur Harmonisierung der Transparenzanforderungen in Bezug auf Informationen über Emittenten, deren Wertpapiere zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, und zur Änderung der Richtlinie 2001/34/EG veröffentlicht (abrufbar unter http://europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/site/de/oj/2004/l_390/l_39020041231 de00380057.pdf).
Mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt beginnt die zweijährige Umsetzungsfrist zu laufen. In der gleichen Zeit müssen die Durchführungsmaßnahmen im Wege des sog. Lamfalussy-Prozesses umgesetzt werden. Für Emittenten aus Drittstaaten soll ein Mechanismus klären, ob deren Finanzberichte den IFRS-Standards gleichwertig sind.
Alle Wertpapieremittenten sollen künftig innerhalb von vier Monaten nach dem Ende des Geschäftsjahres Jahresfinanzberichte vorlegen. Aktieninhaber erhalten umfassendere Halbjahresfinanzberichte. Auch die Emittenten von Anleihen werden Halbjahresberichte veröffentlichen müssen. Die Transparenzrichtlinie ändert und ersetzt Bestimmungen der Richtlinie 2001/34/EG über die Zulassung von Wertpapieren zur amtlichen Börsennotierung. Statt der ursprünglich vorgesehen Offenlegung von Quartalsberichten werden nun sog. Zwischenlageberichte zur Pflicht, die in Textform die Finanzlage und die Auswirkungen wesentlicher Ereignisse auf die Finanzlage darstellen sollen. Diese Form der Berichterstattung soll zwar nicht als Einstieg in echte Quartalsberichte genutzt werden. Entschließt sich die Kommission doch zu einem solchen Schritt, soll eine Gesetzesfolgenabschätzung vorgenommen werden.
Zur Offenlegung von Pflichtmitteilungen soll es den Mitgliedstaaten überlassen bleiben, über eine EU-weite Verbreitung hinaus auch eine Veröffentlichung in Printmedien vorzuschreiben.

Quelle: DER BETRIEB, 19.01.2005

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