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24.03.2017

12:37 Uhr

Wahlen im Saarland

Oskar Lafontaine in Lauerstellung

Im  Saarland steht am Sonntag die erste Nagelprobe für die SPD seit der Kür von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten an. Auch die Saar-SPD profitiert vom Hype um Schulz – und die Linken könnten ein Nutznießer sein.

Oskar Lafontaine, Spitzenkandidat der Linken im Saarland. Er war einst Bundesfinanzminister – und in der SPD. dpa

Straßenwahlkampf

Oskar Lafontaine, Spitzenkandidat der Linken im Saarland. Er war einst Bundesfinanzminister – und in der SPD.

SaarbrückenDie rund 800.000 Wahlberechtigten im Saarland, dem kleinsten Flächenland Deutschlands, sind aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Auch die Sozialdemokraten an der Saar profitieren vom Boom in den Umfragen, den die SPD seit der Ausrufung von Schulz zum Kanzlerkandidaten Ende Januar erlebt. Im Saarland fällt damit der Startschuss für das Wahljahr, an deren Ende am 24. September die Bundestagswahl steht. Vorher werden im Mai noch die Landtage in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gewählt.

Anfang des Jahres sah die saarländische CDU unter Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die zurzeit mit der SPD regiert, noch wie die sichere Siegerin aus. Nun sagen Umfragen ein eher knappes Rennen voraus. Am Ende könnte es für eine Mehrheit von SPD und Linkspartei reichen. Deren Spitzenkandidat ist der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine, der seiner einstigen Partei 2005 den Rücken kehrte und dem Vorläufer der Linkspartei half, im Westen Fuß zu fassen. Es wäre das erste rot-rote Bündnis in einem westdeutschen Bundesland - und die CDU würde im Westen nur noch in Hessen den Regierungschef stellen.

Für manchen in der SPD-Spitze im Bund wäre das ein Auftakt nach Maß für die Bundestagswahl, wenngleich das Saarland nur etwa 1,3 Prozent der Wahlberechtigten im Bund stellt. Schulz wird am Sonntagabend erstmals als frisch gewählter Parteichef das Wahlergebnis bewerten müssen. In einem Interview mit dem „Rundfunk Berlin-Brandenburg“ hat er bereits deutlich gemacht, dass SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger freie Hand hätte bei der Partnerwahl. Lafontaine verfüge als früherer langjähriger Ministerpräsident des Saarlandes „ganz sicher über große Erfahrung, die er in einer Landesregierung auch mit einbringen kann“.

Anke Rehlinger (l, SPD), saarländische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin und die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Dank des Hypes um Martin Schulz liegt Rehlinger in Umfragen nur noch knapp hinter Kramp-Karrenbauer. dpa

Anke Rehlinger und Annegret Kramp-Karrenbauer

Anke Rehlinger (l, SPD), saarländische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin und die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Dank des Hypes um Martin Schulz liegt Rehlinger in Umfragen nur noch knapp hinter Kramp-Karrenbauer.

Lafontaine sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Wir bevorzugen eine rot-rote Mehrheit.“ Eine Signalwirkung für die Bundestagswahl im September sieht er auch: „Eine rot-rote Koalition im Saarland würde das Klima zwischen SPD und Linken verbessern.“

Die kleinen Parteien Grüne und FDP müssen den Umfragen zufolge bangen, ob sie die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag schaffen. Die AfD verlor in den Umfragen zuletzt deutlich an Zuspruch: Lag sie bei Insa Anfang Januar noch bei zehn Prozent, waren es in der Insa-Umfrage in dieser Woche nur noch sechs Prozent. Die CDU rangiert in den Umfragen zwischen 34 und 37 Prozent, die SPD bei 32 bis 34 Prozent und die Linkspartei bei zwölf bis 13 Prozent.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

24.03.2017, 12:54 Uhr

Jetzt kommt es auf den Wähler an...er kann sich jetzt nicht mehr rausreden, wenn er wieder CDU, SPD oder Linke wählen sollte und damit den weiteren Verfall seines Bundeslandes zustimmt....mit der AfD gibt es jetzt eine Alternative zu der katastrophen Politik der letzten Jahrzehnte von SPD, Linke und CDU im Saarland. Die AfD ist und bleibt die einzigste Partei, die mit dem Filz, den Mangel und der Machenschaften der SPD,CDU,Linke im Land = Saarland aufräumen kann und auch wird.
Danke!

Herr Hans Mayer

24.03.2017, 13:10 Uhr

Lieber Herr Hofmann, wir sind ab morgen im Saarland und werden der AFD dort beim Endspurt helfen.
Das die Grünen/innen als Kinderschänderpartei schon mal draussen wären, wäre bereits ein riesiger Gewinn,
Keine Sorge, die AFD wird reinkommen ins Parlament

Herr Old Harold

24.03.2017, 13:15 Uhr

"Wenn es der Kuh zu gut geht, geht sie aufs Eis !"
(Volksmund)

Die 80 Millionen Deutschen werfen Jahr für Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll.

Jetzt wollen sie eine neue Regierung. Notfalls auch mit der Nachfolgepartei der Mauerschützen und Stasi-Spitzel.

Bereits der ehemalige Bundeskanzler Ludwig Erhard musste die Deutschen aufrufen:

"Masshalten !!"

Unser größter Bundeskanzler, Konrad Adenauer, rief gar:

"Keine Experimente !!""

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