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Special

08.11.2016

22:45 Uhr

Der Wahltag zum Nachlesen

Trump beschwert sich über defekte Wahlmaschinen

Fehlerhafte Wahlautomaten, letzte Appelle der Kandidaten, eine optimistische US-Börse: Die vergangenen Stunden bis zur Schließung der Wahllokale waren turbulent. Der Tag der US-Präsidentschaftswahl zum Nachlesen.

Stimmen zur US-Wahl

Schlange stehen vor Donald Trumps Wahllokal

Stimmen zur US-Wahl: Schlange stehen vor Donald Trumps Wahllokal

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WashingtonDie Wahlurnen in den USA sind geöffnet (Öffnungs- und Schließzeiten zum Download). Hillary Clinton und ihr Ehemann Bill sowie die Familie Trump haben ihre Stimmen bereits abgegeben. Wer wählen will, muss teils stundenlange Wartezeiten einrechnen. Verfolgen Sie live den Wahlabend – seit 20 Uhr auf der Handelsblatt-Seite bei Facebook berichten wir live.

  • Im ganzen Land bilden sich lange Schlangen vor den Wahllokalen
  • Clintons geben in Chappaqua ihre Stimmen ab
  • Erste Prognosen sehen Clinton in wichtigen Bundesstaaten vorne
  • Trump lässt offen, ob er Ergebnis anerkennt

+++ Live-Blog zur Wahlnacht +++

Der Countdown läuft: Ab sofort berichten wir im Live-Blog über die bald eintreffenden ersten Ergebnisse und die lange Wahlnacht.

+++ Unser Facebook-Livestream +++

+++ Börse auf Clinton-Kurs +++

Die Investoren an der Wall Street haben sich am Tag der US-Präsidentschaftswahl vorsichtig optimistisch gezeigt. Nach einem verhaltenen Start stieg der Dow Jones Industrial am Dienstag bis auf 18.400 Punkte, was den höchsten Stand seit dem 22. September bedeutete. Die Erleichterungsrally halte an, kommentierte ein Anlageexperte mit Blick auf die in Umfragen leicht favorisierte demokratische Kandidatin Hillary Clinton. Unter ihr dürfte sich weniger am Status quo ändern als bei einem Wahlsieg des als unberechenbar geltenden Republikaners Donald Trump. Je geringer die Unsicherheiten seien, desto besser sei das für die Finanzmärkte.

+++ Probleme bei Wahlmaschinen? +++

Es gibt offenbar Probleme bei den Maschinen in Utah. Nicht überraschend geht der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump darauf ein. Im Wahlkampf hatte er immer wieder Stimmung gemacht, dass die Wahl vermutlich manipuliert werden würde. Deshalb hält sich Trump auch bis zum Schluss offen, ob er das Wahlergebnis anerkennt.

+++ Mehr Wähler in Florida als 2012 +++

Laut dem Analyse-Dienst Votecastr sind in Florida schon mehr Menschen zur Wahl gegangen als 2012. Vor allem Hillary Clinton profitiert davon - glaubt man den Berechnungen von Votecastr hat sie mit 4.225.249 Stimmen jetzt schon mehr hinter sich als Barack Obama, der 2012 insgesamt 4.161.850 bekam.

+++ Merkel als Negativ-Beispiel +++

Dieses ist in den vergangenen Wochen immer wieder bei Twitter aufgetaucht und wird von Trump-Fans fleißig geteilt:

+++ In der Wartschlange vor dem Clinton-Event +++

Vor der Clinton-Wahlparty in New York vertreibt sich Kelly die Wartezeit mit Selfies. Sie kommt aus Mississippi, Clinton-Anhänger sind dort politische Exoten. Ihre Goldkette trägt sie allerdings auch dort, in Kunstbrillianten steht darauf: President Hillary. „Das passt den verkniffenen Republikanern natürlich nicht“, sagt Kelly lachend.

Clinton-Fan Kelly vertreibt sich die Wartezeit vor der Wahlparty in New York mit Selfies.

Kelly aus Mississippi

Clinton-Fan Kelly vertreibt sich die Wartezeit vor der Wahlparty in New York mit Selfies.

+++ Szenen vor dem neu eröffneten Trump-Hotel in Washington +++

+++ Trump beschwert sich über defekte Wahlmaschinen +++

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sagt, die Wahlmaschinen hätten an mehreren Orten nicht richtig funktioniert. Sie hätten Stimmen für Republikaner den Demokraten zugeordnet, so der Präsidentschaftskandidat im TV-Sender Fox. Tatsächlich gibt es vereinzelte Probleme etwa in Pennsylvania. Lokalmedien berichten, dass vermeintliche Trump-Stimmen als Clinton-Stimmen gewertet wurden. Allerdings wäre dies nur in etwa einem Dutzend Fällen geschehen und vor Ort geklärt und korrigiert worden, berichtet ein Fernsehsender. Im Wahlkampf hatte Trump regelmäßig gesagt, das Wahlsystem sei „manipuliert“ und angekündigt, eine mögliche Wahlniederlage deswegen eventuell nicht anerkennen zu wollen.

Trumps Team hat wegen ausgemachter „Unregelmäßigkeiten“ bei der Wahl in Nevada eine Klage eingereicht, wie am Dienstag bekannt wurde. Die Republikaner kritisieren, in der Gegend um Las Vegas seien vier Wahllokale für die vorzeitige Stimmabgabe zu lange geöffnet gewesen. Daher sollten Protokolle beschlagnahmt und aufbewahrt werden. Wir hatten bereits über den Vorfall berichtet. Eine Richterin wies die Beschwerde des Trump-Lagers am Dienstag zurück.

+++ Popstar stimmt für Hillary Clinton +++

Miley Cyrus hat gewählt.

+++ Warten auf die Hillary-Party in New York +++

Unser Reporter Moritz Koch ist in New York unterwegs, wo Clinton am Abend ihren Wahlsieg feiern will. Unterstützerin Katherine steht seit fast zwei Stunden in der Schlange. Gegen die Herbstsonne hat sie sich ein Flaggentuch über den Kopf gewickelt. Warum sie hier ist, kann jeder auf ihren Strümpfen erkennen: um Hillary Clinton zu feiern. Im Javits Convention Center in Manhattan bereiten die Demokraten ein rauschendes Fest vor. Tausende Fans wollen dabei sein. Sie müssen vor allem eines mitbringen: Geduld.

+++ Hat Eric Trump gegen Wahlgesetze verstoßen? +++

Trumps zweiter Sohn hat bei der Wahl offenbar gegen das Gesetz verstoßen. Eric Trump twitterte ein Foto seines ausgefüllten Stimmzettels und schrieb dazu: „Es ist eine unglaubliche Ehre, für meinen Vater zu stimmen.“ Ein Gesetz aus dem Jahr 1890 verbietet es Bürgern des Staates New York, ausgefüllte Wahlzettel anderen zu zeigen. Vergangene Woche urteilte ein Bundesrichter, dass dies auch für soziale Medien gilt. Vertreter Eric Trumps und der New Yorker Wahlbehörde reagierten zunächst nicht auf Anfragen. Der Tweet mit dem Foto wurde später gelöscht.

US-Präsidentenwahl: So stolz berichten Trump-Wähler von der Stimmabgabe

US-Präsidentenwahl

So stolz berichten Trump-Wähler von der Stimmabgabe

In den ganzen USA gibt es an vielen Wahllokalen weiterhin lange Schlangen – doch wer bereits gewählt hat, verbreitet das gerne in den sozialen Netzwerken. Eine Auswahl von Nachrichten der Trump-Unterstützer.

+++ Nate Silver sieht deutliche Siegchance für Clinton +++

Der Statistik-Guru Nate Silver hat auf seiner Webseite Fivethirtyeight die neuesten Wahrscheinlichkeiten errechnet. Demnach liegt Clinton mit 71,4 Prozent deutlich vor Trump (28,6 Prozent). Noch vor einigen Tagen hatte Trump besser dagestenden.

+++ Trump lässt weiter offen, ob er das Wahlergebnis anerkennt +++

Trump will sich auch am Wahltag nicht festlegen, dass er das Ergebnis auch im Fall seiner Niederlage anerkennt. „Ich will sehen, was passiert“, sagte er dem Sender CNN zufolge in einem Interview. „Man muss es sehen. Man hört so viele schreckliche Geschichten, und man sieht so viele Sachen, die falsch sind. Also werden wir uns das anschauen. Gewiss liebe ich dieses Land und glaube an das System, versteht sich.“ Im Wahlkampf hatte Trump wiederholt erklärt, dass das Wahlsystem „gezinkt“ sei.

+++ Appell aus dem Trump-Tower +++

Donald Trump ruft am Mittag aus dem New Yorker Hochhaus, das seinen Namen trägt, zum Wählen auf.

+++ Trump mobilisiert auch ungewöhnliche Nichtwähler – gegen sich +++

Unser Reporter Mathias Brüggmann hat in Miami Phil McDermott getroffen. Wählen? „War ich noch nie, hat mich nie interessiert“, sagt der Texter aus einer Werbeagentur. „Aber diesmal bin ich hingegangen. Denn Trump macht mir Angst“, so der 42-Jährige. Trump würde als Präsident „das Amerika, das wir heute haben und das ich liebe, kaputtmachen. Er spaltet und sät Hass.“ Phil ist früh in sein Wahllokal im schicken Stadtviertel Wynwood in Miami gegangen – „hat nur eineinhalb Stunden gedauert, wow, so viele Leute“ – um dann gleich weiter in seinem Ford Mustang nach Miami Beach zu fahren. Dort lässt er den ganzen Ärger raus, beim surfen.

+++ Probleme bei Wahlautomaten in Utah +++

Im Süden des US-Staates Utah ist es zu Problemen mit den Wahlautomaten gekommen. Wie der Direktor der dortigen Wahlbehörde bekanntgab, müssen die Wähler im Bezirk Washington County ihre Stimme derzeit per Papierzettel abgeben. Eine elektronische Abgabe sei aufgrund von Programmierschwierigkeiten nicht möglich. Vermutlich seien Zehntausende betroffen. Die Wahlhelfer seien zwar mit Papier-Stimmzetteln vorbereitet. Falls das Problem aber weiterhin bestehe, müsse nachgedruckt werden.

+++ Obama: „Geht wählen“ +++

Am Wahltag hat US-Präsident Barack Obama seine mehr als elf Millionen Twitter-Follower zum Urnengang aufgefordert. „Geht wählen“, schrieb er in dem sozialen Netzwerk. Bei dieser Wahl werde über den Fortschritt des Landes abgestimmt.

+++ Märke setzen auf Clinton +++

Die Aussicht auf einen möglichen Wahlsieg Hillary Clintons hat den mexikanischen Peso am Dienstagmittag auf ein Zweimonatshoch steigen lassen. Nach ersten Wahlprognosen der Website Slate.com liegt Clinton in mehreren wichtigen Staaten inklusive Florida vorn. Der Peso reagiert empfindlich auf jede Nachricht zur US-Wahl, weil Marktteilnehmer fürchten, dass ein Wahlsieg Donald Trumps eine Finanzkrise in Mexiko auslösen könnte. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, dass er die USA durch Zölle und eine Mauer gegen Mexiko abschotten will.

+++ Hungrig an der Urne? +++

Mit dem Service Polls.Pizza kann jeder eine Pizza zu einer langen Wahllokalschlange schicken. Wer eine Pizza spendet, schickt über den Twitter-Account @pizzatothepolls automatisch einen Tweet heraus.

+++ Votecastr: Clinton in Florida und Colorado vorn +++
Zum US-Wahlkampf geht in den USA auch der neue Dienst Votecastr an den Start, das sich auf Realtime-Daten beruft und vorhersagen will, wie die Entscheidungen in den Swing States ausfallen waren. Im ersten Schritt beruft sich Votecastr auf die Daten aus den Early Votings. Die Daten ergeben, dass im umkämpften Florida Hillary Clinton 46,3 Prozent der Stimmen erreicht und Donald Trump auf 43,6 Prozent der Stimmen kommt. Laut Votecastr würde Clinton auf Colorado für sich entscheiden. Die Updates gibt es bei Slate.

Kommentare (14)

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Herr Jürgen Mücke

08.11.2016, 08:39 Uhr

Es ist völlig wurscht wer heute gewinnt!!

Beide gehören dem Establishment an.

Beide vertreten nur Ihre Privilegien!

Es wird keine Veränderung geben!!

Baron v. Fink

08.11.2016, 11:42 Uhr

Werde sofort nach einem Sieg von Trump Kohle-Aktien kaufen, mit über 10% ein sicheres Schnappchen. Bei einem Sie von Killery Ethanol-Aktien ordern mit ebenfalls ca. 10% Dividende.

Herr Stefan Schmidt

08.11.2016, 11:52 Uhr

Kämpft um jede Stimme !!

Der Verlierer wird Bundespräsident, dies hat die Grko am Sonntag beschlossen !!

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