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Special

18.10.2016

21:22 Uhr

Frustrierte US-Wähler

Lieber Meteoreinschlag statt Kandidaten

Trump oder Clinton? Laut einer Umfrage, hätten junge US-Bürger nichts gegen eine Lotterie zur Bestimmung des Staatsoberhauptes. Ernst gemeint sind die Angaben wohl kaum, doch sie verdeutlichen den Frust der Amerikaner.

Wenig Begeisterung bei jungen US-Wählern: Weder Trump noch Clinton kommen gut an. AFP; Files; Francois Guillot

US-Wahl

Wenig Begeisterung bei jungen US-Wählern: Weder Trump noch Clinton kommen gut an.

BostonJunge US-Bürger sind einer Umfrage zufolge so unzufrieden mit den Kandidaten der Präsidentenwahl, dass fast ein Viertel von ihnen einen weltzerstörenden Meteoriteneinschlag Hillary Clinton oder Donald Trump vorziehen würden. Die von der University of Massachusetts und Odyssey Millennials vorgelegte Studie fand zudem 39 Prozent Zustimmung dafür, dass sich Barack Obama zum Präsidenten auf Lebenszeit ernennt und 26 Prozent, die eine Lotterie zur Bestimmung des nächsten Staatsoberhaupts befürworten würden.

"Natürlich glauben wir nicht, dass sie es ernst meinen", sagte am Dienstag der zuständige Direktor Joshua Dyck vom Center for Public Opinion. Das Ergebnis zeige aber den Grad des Frusts unter den etwa 1250 befragten 18- bis 35-Jährigen. Dies stehe im deutlichen Kontrast zu der Begeisterung für Obama bei der Wahl 2008. Auf Twitter war bereits zuvor der Hashtag #GiantMeteor2016 als Ausdruck der Unzufriedenheit mit der diesjährigen Abstimmung verwendet worden. Die Demokratin Clinton und der Republikaner Trump sind die unbeliebtesten Kandidaten der jüngeren amerikanischen Geschichte.

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US-Meinungsforscher verwenden oft dramatische Vergleiche als nicht ganz ernst gemeintes Mittel, um die Stimmung in der Bevölkerung zu unterstreichen. So fand Public Policy Polling 2013, dass die Zustimmungsrate von gerade einmal acht Prozent zur Arbeit des Kongresses bedeute, dass unter anderem Hämorrhoiden, Nagelpilz, Hundekot, Zombies und "selbst die Wall Street" im direkten Vergleich beliebter seien.

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