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Special

12.08.2016

01:08 Uhr

Hillary Clinton

Von Trumps Steuerplänen profitiert vor allem Trump

Hillary Clinton geht in ihrer wirtschaftspolitischen Grundsatzrede Donald Trump scharf an: Seine Steuerpläne nutzten vor allem seinen eigenen Firmen. Clinton setzt auf Infrastruktur, Bildung und Erneuerbare Energien.

Bereits am Mittwoch hat die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin in Des Moines, Iowa, eine Rede gehalten. AP

Hillary Clinton

Bereits am Mittwoch hat die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin in Des Moines, Iowa, eine Rede gehalten.

DetroitDie demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat sich gegen die Steuersenkungsvorschläge ihres republikanischen Kontrahenten Donald Trump ausgesprochen. Von diesen würden nur wohlhabende Menschen wie er selbst und seine Unternehmen profitieren, sagte sie am Donnerstag in Warren im US-Bundesstaat Michigan.

Trump habe keine glaubwürdigen Pläne, um die Probleme anzugehen, denen sich die arbeitenden Menschen heute gegenübersähen. Ihre Pläne zur Steuer- und Arbeitsmarktpolitik seien besser geeignet, der amerikanischen Mittelschicht zu helfen.

Mit einer liberalen, familienfreundlichen Wirtschaftspolitik tritt Clinton zum Kampf um das Weiße Haus an. Sie wolle sich für kostenlose Studienplätze einsetzen, für staatliche Investitionshilfen, für Ausbildungsprogramme und für die Rückbesinnung auf die industrielle Produktion, sagte die Demokratin. In den Mittelpunkt werde sie Familien stellen - sie sollten steuerlich am meisten von der Politik Clintons profitieren.

Erneuerbare Energien, die Bereitstellung der Technik dafür und deren Export sollen zu einem Eckpfeiler der US-Wirtschaft werden. „Ein Land wird die Supermacht der sauberen Energie im 21. Jahrhundert sein und Millionen von Arbeitsplätzen schaffen - wahrscheinlich entweder China, Deutschland oder Amerika. Ich möchte, dass wir es sind“, sagte Clinton am Donnerstag in Warren, einem Vorort der Autostadt Detroit.

Neues Ausbildungssystem nach deutschem Vorbild

Mit Investitionen in die Infrastruktur will Clinton neue Arbeitsplätze schaffen. In ihrer wirtschaftlichen Grundsatzrede sagte die US-Präsidentschaftskandidatin, sie wolle Straßen und Brücken sanieren und Menschen so Arbeit geben. Außerdem kündigte sie einen Ausbau der Wassersysteme und einen besseren Zugang zum Breitbandnetz an.

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Unter dem Motto „Earn while you learn“ sollen zudem Zehntausende bezahlte Lehrstellen entstehen - ähnlich dem dualen Ausbildungssystem in Deutschland. Als Anreiz sollen Unternehmen einen Steuerbonus bekommen. Teil ihres Plans sei, die „Kraft des Privatsektors freizusetzen, um mehr Jobs bei höherer Bezahlung zu schaffen“. Dazu wolle sie eine Infrastrukturbank einrichten, um öffentliche und private Gelder einzusammeln.

Darüber hinaus sprach sich die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin klar gegen das umstrittene transpazifische Handelsabkommen TPP aus. „Ich bin jetzt dagegen, ich werde es nach der Wahl bekämpfen und ich werde es bekämpfen, wenn ich Präsidentin bin“, sagte Clinton.

Mit dem Abkommen wollen die USA ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit elf weiteren Pazifik-Ländern regeln. Präsident Barack Obama hat die Partnerschaft maßgeblich vorangetrieben. Experten sehen im Falle eines Scheiterns von TPP auch größere Gefahren für ein amerikanisch-europäisches Abkommen (TTIP).

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