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Special

17.11.2016

14:56 Uhr

Hillary Clinton zu ihrer Wahlpleite

„Am liebsten mit einem guten Buch eingekuschelt“

Eine Woche nach ihrer Wahlniederlage besucht Hillary Clinton eine Benefizveranstaltung – und zeigt sich tief enttäuscht. Manchmal habe sie das Haus nie wieder verlassen wollen. Ihr Land sieht sie tief gespalten.

US-Wahl

Das sind Hillary Clintons erste Worte nach der Niederlage

US-Wahl: Das sind Hillary Clintons erste Worte nach der Niederlage

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WashingtonGezeichnet und erschöpft, aber kämpferisch: Hillary Clinton hat bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Einräumen ihrer Wahlniederlage zu Kampf und Engagement für ein besseres Amerika aufgerufen. „Glaubt an unser Land, kämpft für unsere Werte und gebt niemals auf“, sagte Clinton am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington.

Es sei nicht einfach für sie gewesen, herzukommen, sagte die Demokratin in ihrer Rede vor der Kinderschutzorganisation „Children's Defense Fund“ in Washington. Clinton war sichtlich gezeichnet von den Anstrengungen der vergangenen Monate, dem hochintensiven Wahlkampf und der Niederlage gegen den Republikaner Donald Trump.

„Ich weiß, dass viele von euch sehr enttäuscht sind über das Wahlergebnis. Ich bin es auch. Mehr als ich jemals werde sagen können“, sagte die 69-Jährige.

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„In der vergangenen Woche haben sich viele gefragt, ob die USA noch das Land sind, für das sie es gehalten haben“, sagte Clinton. „Die Gräben sind tief. Aber Amerika ist es wert. Gebt niemals auf.“

In den ersten Tagen nach ihrer für die meisten völlig unerwarteten Niederlage wollte die gescheiterte Präsidentschaftskandidatin vor allem Zeit für sich. „Es gab in dieser Woche einige Momente, in denen ich mich einfach nur mit einem guten Buch oder unseren Hunden zurückziehen und das Haus niemals mehr verlassen wollte“, sagte Clinton.

Clinton ging nicht auf mögliche Gründe für ihre Niederlage ein, auch den beginnenden Richtungsstreit bei den US-Demokraten erwähnte sie nicht. Sie hatte bisher lediglich am Tag nach der Wahl in einer allseits hoch respektierten Rede ihre Niederlage eingeräumt.

Clinton richtete vielmehr den Blick nach vorne. Im Wahlkampf sei es aber um mehr gegangen als nur eine Person oder nur eine Wahl, sagte sie. „Es ging um das Land, das wir lieben, und darum, ein Amerika aufzubauen, das hoffnungsvoll, offen und großherzig ist.“

Das Wahlergebnis erfülle Kinder aus Familien von Minderheiten und Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befänden, mit Sorge. „Kein Kind sollte Angst haben, zur Schule zu gehen, weil es Latino ist, Afroamerikaner oder Muslim - oder weil es eine Behinderung hat.“

Clinton sagte: „Wir haben einiges zu tun. Für das Wohl unserer Kinder und Familien und unseres Landes bitte ich Euch, bleibt engagiert auf allen Ebenen.“

Clinton erzählte, sie wünsche sich, nun mit ihrer Mutter sprechen zu können. „Ich träume davon, zu ihr gehen zu können. Ich würde sie in den Arm nehmen und sagen: So schwer es ist, sich das vorzustellen - eine Deiner Töchter wird aufwachsen und eine US-Senatorin sein, sie wird unser Land als Außenministerin repräsentieren, und mehr als 62 Millionen Menschen werden dafür stimmen, dass sie Präsidentin der Vereinigten Staaten werden soll.“

Für die Organisation, bei der Clinton am Mittwoch aufgetreten war, hatte sie schon als junge Anwältin gearbeitet. Später wurde sie deren Vorstandsmitglied und Vorsitzende und wurde nun für ihren Einsatz geehrt. Die Präsidentin der Stiftung, Marian Wright Edelman, lobte Clinton als lebenslange Kämpferin für Kinder, die niemals aufgebe.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr Peter Kastner

17.11.2016, 09:17 Uhr

Ich bin froh, daß uns die Bilder von Clinton und Merkel erspart geblieben sind.

Herr Rudi Rastlos

17.11.2016, 09:22 Uhr

Wer Wind säht, wird Sturm ernten !
Die Bevölkerung der USA hat erfahren, wohin Globalisierung und ungesteuerte Finanzindustrie gepaart mit Großmachtstreben führt.
Auch unter Obama hat sich nichts grundlegend geändert.
Für Europa ist der Zug der Zersetzung schon auf dem Gleis:
Brexit, anstehender Austritt der Italiener, Frankreichs pol.Situation, Merkel-Deutschland.
So langsam sollte es allen Menschen hier in Deutschland dämmern.
Wir müssen handeln....ich hoffe auf BW 2017 !

Account gelöscht!

17.11.2016, 09:43 Uhr

Clinton/Al Gore und Obama...die politischen Marionetten einer Wallstreet Elite (Soros) die sich mit dem Verbot und der Steuerung des lebenswichtigen CO2 als Herrscher über das Wohl und den Absturz von Volkswirtschaft zum vermehren des eigenen Profit aufschwingen wollten, ist mit der Wahl von Trump zum Einsturtz gebracht worden.
Wer die Hand an das CO2 legt, der wird die Volkswirtschaft bestimmen und dafür sorgen, dass der eigenen Profit vermehrt wird und der Mangel und die Armut der Gesellschaft zunimmt
Das beste Beispiel sind die Grünen in Deutschland. Die haben nicht nur die Hochtechnologie Kernenergie mit einen Ethikrat aus Deutschland verbannt sondern sind jetzt auch daran die CO2 Industrie/Wirtschaft in Deutschland Schritt für Schritt zu vernichten und damit den Wohlstand, die Arbeitsplätze in Mangel, Armut und Arbeitslosigkeit (Sklaverei) umzumüntzen.
Nach der Energiewirtschaft ist nun die Autobranche zum Abschuss durch die Grün-Sozialistishe Politik der Merkel freigegeben.

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