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Special

15.12.2016

03:08 Uhr

IT-Größen bei Trump

Der Gang nach Canossa

VonAxel Postinett

Das Silicon Valley war der Dreh- und Angelpunkt des unternehmerischen Widerstands gegen Donald Trump. Am Mittwoch gab es leise klein bei. Konfrontationen gehen Bezos und Co. neuerdings aus dem Weg.

San FranciscoEs war der Aufmarsch der Gescheiterten. Abgesehen von Hillary Clintons Wahlkampfteam hatte niemand Donald Trump so offen die Stirn geboten wie das Silicon Valley. Und am Mittwoch war Zahltag. Gehüllt in dicke Mäntel waren die mächtigsten Figuren der Digitalwirtschaft aus dem warmen Kalifornien ins bitterkalte New York gekommen, um dem neuen US-Präsidenten ihre Ehrerbietung zu erweisen.

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Die amerikanische Tech-Branche ist in einem Schockzustand nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Als Kandidat stand er so ziemlich gegen alle Werte des Silicon Valley. Zugleich stehen Facebook und Twitter in der Kritik.

Da war Jeff Bezos von Amazon, der Trump während des Wahlkampfs einen kostenlosen Platz beim ersten Flug zum Mars angeboten hatte. Der Besitzer der „Washington Post“ und einer der reichsten Männer der Welt saß am Mittwochnachmittag still neben einem früh ergrauten Larry Page, Mitgründer von Google. Der hatte zu seiner Linken Sheryl Sandberg, COO von Facebook. Dessen Mitgründer und Chef Mark Zuckerberg fehlte.

Noch Mitte des Jahres hatte Zuckerberg vor tausenden Zuhörern offen Stellung bezogen gegen „Leute, die Mauern bauen wollen“. Zum Schluss war er immer stärker unter Beschuss geraten, weil Facebook angeblich erst konservative Webseiten benachteiligt und dann zu wenig gegen „Fake News“ unternommen habe, von denen Trump massiv profitiert haben soll.

Sheryl Sandberg nahm direkt neben Vize-Präsident Mike Pence Platz. Näher kam keiner an Trump heran, der von Pence auf der einen und Silicon-Valley-Investor Peter Thiel auf der anderen Seite abgeschirmt wurde. Neben Thiel saß ein Mann in dunklem Anzug, mit weißem Hemd und Krawatte: Tim Cook von Apple. Mitgründer Steve Jobs hatte von der Firma einmal gesagt: „Wir sind hier bei Apple. Wir haben nicht mal Anzüge“.

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Eingeladen, aber abwesend war Uber-Chef Travis Kalanick. Der Unternehmer, der öffentlich geäußert hat, das einzig teure am Taxifahren seien die Fahrer, ist Teil von Trumps Beraterstab, ebenso wie Tesla-Chef Elon Musk.

Die Stimmung sei entspannt gewesen, sagten Teilnehmer im Anschluss an das Treffen im Trump-Tower. Trump scherzte und erklärte: „Die Leute hier im Raum sind einzigartig. Und was immer wir tun können, werden wir tun.“ Die Angesprochenen revanchierten sich auf ihre Weise: Im weiteren Verlauf habe es keine großen Spannungen gegeben, hieß es von Beobachtern.

Es sei vor allem über Infrastruktur, die Rückführung von Gewinnen im Gegenzug für geringere Unternehmenssteuern, über Jobs und Ausbildung gesprochen worden. Auch Wilbur Ross, Kandidat für das Amt des Handelsministers, saß in der illustren Runde. Nach dem Treffen erklärte er vor Reportern, die Gespräche seien „sehr gut und konstruktiv“ gewesen. Beide Seiten hätten sich „deutlich besser“ kennengelernt.

Kommentare (8)

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15.12.2016, 08:06 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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15.12.2016, 08:20 Uhr

Jetzt lasst halt mal eure "Emotionen" aus den Artikeln. Fassen wir das Treffen mal nüchtern zusammen. Trump hat der IT-Branche in den USA ein Angebot unterbreitet.
Diese Angebot heißt "Great again". Also Wachstum frei von staatlicher/bürokratischer Gängelung, freie Forschung und Entwicklung, eine stabile und zuverlässig Infrastruktur. Gewinne sollen wieder in den USA und nicht im Ausland gemacht werden. Arbeitsplätze geschaffen und mehr US Amerikaner damit in Lohn und Brot zu bringen. Damit steigt dann der Inlandskonsum wieder an und die Bürger haben wieder mehr Geld für die Produkte der IT-Branche um diese zu kaufen. Eine Win-Win-Win Situation für Regierung, IT-Branche und Bürger also.
Und die Fachkräfte, wenn diese gebraucht werden und von der US IT-Branche gerufen werden, werden aus der ganzen Welt nach Kalifornien kommen. Da hat Trump auch nichts dagegen. Trump hat jedoch etwas gegen die Armutseinwanderung in die USA etwas. Und das ist verständlich und nachvollziehbar.
Und was die "alte" Industrie mit Kohle, Gas und Oel betrifft.....merkt euch eines!
Die Basis für unser modernes IT-Wohlstandsleben ist und bleibt Kohle, Gas und Oel! HInzu kommt noch die Kernkraft!
Nur Kohle, Gas und vor allen die Kernkraft können eine zuverlässige und billige Stromversorgung gewährleisten. Und genau auf diese ist die IT-Branche zu 100% angewiesen.
Mit Wind und Sonne gibt es weder Wohlstand noch ein modernes und zukunftsweisendes IT-Leben = Branche!
Trump weis das und hat dies der IT-Branche auch nochmal klar gemacht und das Silicon Valley in sein Boot = American first = Aufschwung Amerika = Great again geholt. Mit Erfolg!
Und die Proteste einiger Mitarbeiter...naja, ich bitte Sie! Wer halt nicht mitziehen will, der kann sich jederzeit nach einen neuen Job umschauen. Steht jeden Frei!

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15.12.2016, 09:18 Uhr

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