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Special

17.11.2016

13:27 Uhr

JPMorgan-Chef

Jamie Dimon bleibt als US-Finanzminister im Gespräch

In den USA wird über einen Wechsel des Wall-Street-Bankers Jamie Dimon auf den Sessel des Finanzministers spekuliert. Für Aufsehen sorgte vor allem ein Tweet der bekannten Fernseh-Moderatorin Maria Bartiromo.

Der JPMorgan-Chef hat zwar wiederholt erklärt, nicht interessiert zu sein. Es kommt in den USA aber selten vor, dass jemand einen Posten im Kabinett eines neuen Präsidenten ausschlägt. Reuters

Jamie Dimon

Der JPMorgan-Chef hat zwar wiederholt erklärt, nicht interessiert zu sein. Es kommt in den USA aber selten vor, dass jemand einen Posten im Kabinett eines neuen Präsidenten ausschlägt.

DüsseldorfDonald Trump bastelt weiter an seiner Regierungsmannschaft – was reichlich Raum für Spekulationen lässt. Nun sorgte ein Tweet der Fernseh-Moderatorin Maria Bartiromo für Aufsehen: Der Chef der der Großbank JPMorgan Chase habe den Posten bereits inne, twitterte Bartiromo. Die Aktie des Finanzkonzerns fiel daraufhin um über drei Prozent und ging am Mittwoch mit einem Minus von 2,5 Prozent aus dem Handel. Dimon hat bisher keinen Nachfolger aufgebaut. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist eine Entscheidung noch nicht gefallen.

Die Signale aus dem Umfeld des designierten US-Präsidenten Trump sind allerdings widersprüchlich. Einige Insider sagten, Dimon wolle den Job, andere betonten, er sei nicht interessiert. Auch Bartiromo schränkte später ein, der frühere Goldman-Sachs-Manager Steve Mnuchin sei ebenfalls noch im Rennen. Klarheit werde es erst Ende der Woche geben.

Diese Bankchefs verdienen am meisten

Platz 10

Stuart Gulliver, HSBC

Der CEO von HSBC landet im Ranking auf Platz 10. In den Jahren zuvor verdiente er sogar noch mehr.

2015: 11,2 Millionen Dollar

2014: 12,6 Millionen Dollar

2013: 12,6 Millionen Dollar

Platz 9

Sergio Ermotti, UBS

Der CEO der schweizerischen UBS verdiente 2015 deutlich mehr als in den Jahren davor und landet auf Platz 9.

2015: 14,9 Millionen Dollar

2014: 12,2 Millionen Dollar

2013: 11,6 Millionen Dollar

Platz 8

Brian Moynihan, Bank of America

Der Chairman, Präsident und CEO der Bank of America konnte nach einem Rückgang 2014 im vergangenen Jahr sein Gehalt wieder steigern.

2015: 16,4 Millionen Dollar

2014: 13,5 Millionen Dollar

2013: 14,5 Millionen Dollar

Platz 7

Michael Corbat, Citigroup

Auch der CEO der Citigroup konnte 2015 sein Gehalt steigern.

2015: 16,5 Millionen Dollar

2014: 12,6 Millionen Dollar

2013: 14,4 Millionen Dollar

Platz 6

John Stumpf, Wells Fargo

Der Chairman, Präsident und CEO von Wells Fargo verdiente in den vergangenen drei Jahren exakt die gleiche Summe.

2015: 19,3 Millionen Dollar

2014: 19,3 Millionen Dollar

2013: 19,3 Millionen Dollar

Platz 5

Tidjane Thiam, Credit Suisse

Der CEO der Credit Suisse hat erst im Juli 2015 bei der schweizerischen Bank als Chef begonnen. In seinem Gehalt ist ein „Replacement Award“ eingeschlossen.

2015: 21,1 Millionen Dollar

Patz 4

James Gorman, Morgan Stanley

Der Chairman und CEO von Morgan Stanley konnte sein Gehalt von 2014 im vergangenen Jahr nicht steigern.

2015: 21,2 Millionen Dollar

2014: 23,1 Millionen Dollar

2013: 18,2 Millionen Dollar

Platz 3

Bill Winters, Standard Chartered

Der CEO von Standard Chartered aus London hat erst 2015 seinen Posten angetreten. In seinem Gehalt ist ein „Replacement Award“ enthalten.

2015: 22,4 Millionen Dollar

Platz 2

Lloyd Blankfein, Goldman Sachs

Der Chairman und CEO von Goldman Sachs verdiente im vergangenen Jahr knapp eine Million Dollar weniger als 2014.

2015: 23,4 Millionen Dollar

2014: 24,3 Millionen Dollar

2013: 23,3 Millionen Dollar

Platz 1

Jamie Dimon, JP Morgan Chase

Der Chairman, Präsident und CEO von JP Morgan Chase verdiente im vergangenen Jahr mit Abstand am meisten.

2015: 27,6 Millionen Dollar

2014: 20,2 Millionen Dollar

2013: 20,3 Millionen Dollar

Quelle: Financial Times

Bartiromos Kollege Charles Gasparino twitterte, Dimon wolle das Amt nicht, würde der neuen Regierung aber beratend zur Seite stehen. Bartiromo und Gasparino arbeiten für den TV-Sender Fox Business Network. JPMorgan äußerte sich nicht zu den Berichten.

Dimon und Mnuchin sind seit Tagen in der Diskussion. Der JPMorgan-Chef hat zwar wiederholt erklärt, nicht interessiert zu sein. Es kommt in den USA aber selten vor, dass jemand einen Posten im Kabinett eines neuen Präsidenten ausschlägt. Dimon würde damit auch seinen eigenen Konzern in eine schwierige Lage bringen. Denn das Unternehmen würde dann von einer Regierung beaufsichtigt, der er den Laufpass gegeben hat. Sollte Dimon das Amt antreten, ist unklar, wer sein Nachfolger werden könnte.

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