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Special

15.12.2016

13:22 Uhr

Michelle Obama

Das Leben nach der First Lady

Talkmasterin, Lobbyistin, Rednerin, Aufsichtsrätin: First Lady Michelle Obama ist ein echtes Multitalent. Viele US-Amerikaner sind gespannt, wofür sie sich nach acht Jahren als Präsidentengattin entscheidet.

Die Gattin des noch amtierenden US-Präsidenten hat viele Talente und könnte wohl auch eine TV-Talkshow moderieren. dpa

Michelle Obama

Die Gattin des noch amtierenden US-Präsidenten hat viele Talente und könnte wohl auch eine TV-Talkshow moderieren.

WashingtonVor dem nahenden Auszug der Obamas aus dem Weißen Haus im Januar 2017 drängt sich eine Frage immer stärker auf: Was hat Michelle Obama nach acht Jahren als First Lady jetzt vor? An Möglichkeiten mangelt es der beliebten 52-Jährigen nicht. Schließlich hat sie sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht – nicht nur als einflussreiche Kennerin des Politik-Geschäfts, sondern auch als Vorkämpferin für eine gesunde Ernährung von Kindern. Zudem glänzte sie als begehrter Talkshow-Gast und Mode-Ikone.

Ihre vom Protokoll her undefinierte Rolle als First Lady im Weißen Haus hat Michelle Obama wie die Präsidentengattinnen vor ihr mit ihrer Persönlichkeit, ihren Interessen und Vorlieben ausgefüllt. Ähnlich geht es weiter, denn auch für die Zeit nach der Präsidentschaft gibt es für First Ladies kein einheitliches Drehbuch.

Die verwitwete Jacqueline Kennedy heiratete zum zweiten Mal und wurde Verlegerin in New York. Laura Bush setzt ihre Kampagne für Alphabetisierung und für Frauen in Afghanistan fort. Hillary Clinton startete noch vor dem Auszug ihrer Familie aus dem Weißen Haus selbst eine politische Laufbahn und kandidierte für den US-Senat.

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Die aus dem früheren Jugoslawien stammende Trump-Ehefrau Melania wird neue First Lady. US-Medien fragen: Steckt in ihr mehr Jackie Kennedy oder Michelle Obama? Ein erstes Treffen mit den Obamas fand im Weißen Haus statt.

Hier ein Blick auf wahrscheinliche, mögliche und ganz abwegig anmutende Pläne, die Michelle Obama am 20. Januar im Alter von dann 53 Jahren bei ihrer Rückkehr in ein privateres Leben im Gepäck haben könnte.

Wahrscheinliche Szenarien:

Urlaub

Präsident Barack Obama hat angekündigt, er plane mit seiner Frau einen „richtig schönen Urlaub, weil sie es verdient. Sie erträgt mich schon eine ganze Weile“ – 24 Ehejahre, um genau zu sein.

Memoiren schreiben

Praktisch alle First Ladies haben eine Autobiografie verfasst. Verlage dürften Millionen für die Rechte an Michelle Obamas Insiderbericht bieten, zumal sie sich bislang kaum über ihr Privatleben im Weißen Haus geäußert hat. Hillary Clinton hatte für ihre Memoiren mit dem Titel „Gelebte Geschichte“ aus dem Jahr 2003 einen Vorschuss in Höhe von acht Millionen Dollar (7,6 Millionen Euro) erhalten.

Das neue Haus einrichten

Anders als die meisten bisherigen Präsidentenfamilien wollen die Obamas in Washington bleiben, damit ihre 15-jährige Tochter Sasha dort ihren Schulabschluss machen kann. Sie mieten ein Haus im wohlhabenden Viertel Kalorama in der Nähe des offiziellen Wohnsitzes des designierten Vizepräsidenten Mike Pence. Die Obamas besitzen außerdem noch ein Haus in Chicago.

Ihre Initiativen fortsetzen

Michelle Obama hat angekündigt, an ihren ehrenamtlichen Einsätzen festhalten zu wollen, darunter Initiativen gegen Übergewicht bei Kindern und Bildung für Mädchen rund um den Globus. „Ich habe mich immer sehr lebendig dabei gefühlt, meine Fähigkeiten und Talente einzusetzen, um anderen Menschen zu helfen“, sagte sie in der Dezember-Ausgabe des Magazins „Vogue“. „Ich schlafe nachts besser. Ich bin glücklicher.“ Wie sie ihr Engagement in ihrer neuen Situation künftig genau gestalten wolle, könne sie noch nicht sagen.

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