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Special

16.11.2016

14:22 Uhr

Obama-Rede in Athen

„Trump und ich könnten unterschiedlicher nicht sein“

Diese Rede soll sein Vermächtnis werden: Der scheidende US-Präsident Barack Obama spricht in Athen über den Wert der Demokratie – und seinen Nachfolger. Am Abend wird er im Berliner Adlon Hotel mit Angela Merkel essen.

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AthenDer scheidende US-Präsident Barack Obama hat bei seiner letzten Rede als amerikanisches Staatsoberhaupt in Europa den Wert der Demokratie als Staatsform betont. „Die frühesten Formen der Demokratie in Athen waren weit davon entfernt, perfekt zu sein, genauso wie die frühesten Formen der amerikanischen Demokratie nicht perfekt waren“, sagte Obama am Mittwoch an historischer Stätte in Athen. Dennoch sei die Regentschaft des Volkes unersetzbar.

„Ich glaube, dass es für uns praktisch ist, Demokratien zu unterstützen“, sagte Obama weiter. „Denn die Geschichte zeigt uns, dass Länder mit demokratischer Führung dazu neigen, gerechter, stabiler und erfolgreicher zu sein.“ Er arbeite notwendigerweise mit allen Ländern, von denen viele keine Demokratien oder nur Demokratien im Namen seien. Aber es sei die Richtung der USA, diejenigen zu unterstützen, die an Selbstbestimmung glauben.

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Den Europäern versuchte Obama, die Angst vor einem Rückzug zu nehmen: Der US-Präsident zeigte sich überzeugt, dass die USA weiterhin an ihren Verpflichtungen gegenüber der Nato festhalten werden – auch unter Präsident Trump.

„Der nächste US-Präsident und ich könnten unterschiedlicher nicht sein“, sagte Obama. „Aber wir haben eine Tradition, dass der scheidende Präsident den neuen willkommen heißt und das habe ich vergangene Woche getan“, betonte er. „Der Fortschritt folgt einem kurvenreichen Pfad – manchmal vorwärts, manchmal zurück“, merkte der Präsident an. Vor allem für junge Leute sei es wichtig, das zu verstehen, auch wenn es schwerfallen könne. „Aber die amerikanische Demokratie ist größer als jede Einzelperson.“ Nach dem Wahlkampf müsse der Übergang zwischen den Regierungen so reibungslos wie möglich gestaltet werden – darauf sei die Demokratie angewiesen. „Besonders dann, wenn man nicht die Ergebnisse bekommt, die man will.“

Im krisengeschüttelten Griechenland verteidigte Obama die Errungenschaften der Globalisierung. Die wirtschaftliche Vernetzung habe zu mehr Wohlstand, mehr Bildung und weniger Gewalt geführt. „Aber es gibt auch enorme Brüche“, sagte Obama. Die moderne Kommunikation mache soziale Überwachung möglich. „Ungleichheit wurde früher eher toleriert, sie wird jetzt nicht mehr toleriert, weil jeder, auch in den entlegensten Regionen Afrikas, ein Smartphone hat und sehen kann, wie die Leute in London oder New York leben“, sagte der Präsident.

Kommentare (19)

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Herr Günter Mempel

16.11.2016, 13:52 Uhr

Adlon, das ist es, was Verdruss schafft. Warum kein Abendessen im Kanzleramt?

Herr Maui Souris

16.11.2016, 14:03 Uhr

@ Herr Günter Mempel: Warum diese Miesmacherei? Sie gehen doch mit Ihrem besten Geschäftspartner bestimmt auch nicht in die Firmenkantine ...?
Ein bisschen Stil darf sein.

Herr Ciller Gurcae

16.11.2016, 14:13 Uhr

„Trump und ich könnten unterschiedlicher nicht sein“

Eben. Nachdem die Amis den einen kennenlernen durften, haben sie den anderen gewählt.

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