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Special

24.02.2016

07:25 Uhr

Trump gewinnt Vorwahlen in Nevada

„Und ich gewinne, gewinne, gewinne“

VonAxel Postinett

Donald Trump holt bei den Vorwahlen der Republikaner im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur in Nevada seinen dritten Sieg in Folge. Und doch wittern seine Verfolger Morgenluft. Denn Trump hat noch ein Problem.

Donald Trump feiern den dritten Erfolg ihres Kandidaten. Reuters

Trump-Anhänger

Donald Trump feiern den dritten Erfolg ihres Kandidaten.

San FranciscoDer Milliardär Donald Trump hat ersten Prognosen zufolge die Vorwahl der Republikaner für die US-Präsidentschaftskandidatur im Bundesstaat Nevada deutlich gewonnen. Ersten Hochrechnungen zufolge kommt Trump bei der Wahl am Dienstag auf 44,5 Prozent der Stimmen. Die Senatoren von Florida und Texas, Marco Rubio und Ted Cruz, lieferten sich demnach ein enges Rennen um den zweiten Platz. Mit dem besseren Ende für Rubio (24,5 Prozent), wie es die Hochrechnungen nahelegen. Cruz erreichte demnach 20,7 Prozent. Ben Carson landete abgeschlagen auf Platz vier mit 6,9 Prozent.

Trump ließ sich als Sieger feiern. „Vor ein paar Monaten hat niemand erwartet, dass ich hier gewinnen werde“, sagte der 69-Jährige am Dienstagabend (Ortszeit) in Las Vegas. „Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen.“ Trump hatte bereits die Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina gewonnen.

„Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten“, rief er seinen Anhängern zu.

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Die Vorwahl in Nevada überraschte viele Beobachter: Die Wahlzettel gingen aus, Wahlhelfer überprüften keine Personalien, es gab ein unterwartet hohes Wähleraufkommen. Amerikanische Medien berichten über Probleme bei der Wahl des republikanischen Präsidentschaftsfavoriten im Bundesstaat Nevada. Der Nachrichtensender CNN berichtet Jeremy Hughes, ein Mitarbeiter des Wahlkampfteams von Marco Rubio, habe von schweren Problemen überall in den Wahlbüros gehört. in seinem eigenen Gebiet seien teilweise keine Papiere überprüft worden.

Der Andrang war gewaltig gewesen an diesem Dienstag. Der Journalist Dylan Byers berichtet vom „am meisten verärgerten Wahlgang“ den er je erlebt hat. Die Menschen sind aufgebracht. Und sie wollen diesmal alle entscheiden und ihre Wahl ist Donald Trump.

Dabei ist es schon fast ein Treppenwitz der Geschichte. Ausgerechnet Jeb Bush, der Favorit, der vorige Woche sang- und klaglos ausgeschieden ist, hat schon früh vergangenes Jahr in Nevada Basisarbeit geleistet und sogar Geld gespendet, um mehr Wähler in den Irrungen und Wirrungen des amerikanischen Vorwahlkampfs zu schulen, damit sie abstimmen kommen.

Jetzt sind sie da und er kann noch beten, dass die wenigsten nicht auch noch Donald Trump gewählt haben. Der Anti-Establishment-Kandidat, der ihn aus dem Rennen gefegt hat. Laut CNN hat es nur wenig geholfen. Nach Umfragen unter republikanischen Parteimitgliedern waren nur ein Prozent Schwarze, acht Prozent Latinos, aber 86 Prozent Weiße, die ihre Stimme abgeben wollten.

Nevada liefert nur 30 Stimmen von Wahlmännern oder -frauen für republikanische Kandidaten, die proportional zum Ergebnis unter den Kandidaten aufgeteilt weden. Damit ist Heimat des Spielerparadieses Las Vegas in keinem Fall kriegsentscheidend in der Kandidatennominierung, bei der ein siegreicher Bewerber 1237 Stimmen haben muss. Aber wer hier gewinnt, der geht zumindest mit einem enormen Schwung in das Rennen um den sogenannten „Super Tuesday“.

Kommentare (62)

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24.02.2016, 07:58 Uhr

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will Muslimen die Einreise in die USA verbieten - und weg mit dem Hosenanzug und ihren Gästen.

Herr Sascha Fischer

24.02.2016, 08:33 Uhr

Es wäre gut, wenn Trump die Wahl gewinnt. Dann sieht jeder die Fratze der USA so wie sie jeder sehen sollte. Dann kann keiner mehr übersehen was für ein kaputtes Land das ist. Sowohl sozial als auch gesellschaftlich. Die USA sind ein Land, in dem man gefeuert werden kann, weil man eine Feministin in einem Youtube-Video für ihren Nonsense kritisiert. Ich würde nicht in einem Land leben wollen, wo ich für mein Recht auf Meinungsfreiheit meinen Lebensunterhalt verliere. In den USA an der Tagesordnung.

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24.02.2016, 08:46 Uhr

Trump kann die Menschen überzeugen weil er Klartext redet und nicht in der Verschlüsselung einer Politischen Korrektheit daher kommt!
Die Wähler und Menschen wollen Klartext und keinen Einheitsbrei von Verschlüsselten Politiksätzen bei denen der Wähler nicht weis, was vorn und was hinten ist und somit das Gefühl der Verarschung und der Lüge im Kopf mit sich herumträgt.

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