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Special

01.10.2016

16:55 Uhr

Trump im US-Wahlkampf

„Hillary ist auf eine Betrügerin hereingefallen“

Donald Trump bedient sich im US-Wahlkampf der gewohnten Mittel: Lautstärke, Vorwürfe, Rhetorik. Diesmal geht es um die „Lewinsky-Affäre“ und die ehemalige Miss Universe. Clinton hingegen reagiert betont gelassen.

Der Republikaner setzt weiter auf sein aggressive Linie. AP

Donald Trump

Der Republikaner setzt weiter auf sein aggressive Linie.

Bedford, New HampshireDie Themensetzungen nach dem Fernsehduell könnten kaum verschiedener sein: Donald Trump schießt sich nach seinem überwiegend als schwach eingestuften Auftritt auf die Privatsphäre seiner Gegnerin ein. Hillary Clinton nutzt den neuen Schwung ihres Wahlkampfes explizit für einen Fokus auf handfeste Politik. Sechs Wochen vor der Entscheidung liegen die beiden US-Präsidentschaftskandidaten trotzdem noch immer etwa gleichauf.

Trump verspricht zwar Steuersenkungen und „Jobs, Jobs, Jobs“. Ansonsten hält er sich mit positiven Botschaften aber derzeit eher zurück. Stattdessen konzentriert er sich ganz auf Angriff. „Das amerikanische Volk hat Jahre und Jahrzehnte voller Korruption und Skandale der Clintons hinter sich“, sagte der Republikaner. „Ein Amtsenthebungsverfahren wegen Lügen. Ein Amtsenthebungsverfahren wegen Lügen. Erinnert ihr euch?“

Die Termine bei der US-Wahl 2016

09. Oktober

Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in St. Louis, Missouri.

19. Oktober

Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Las Vegas, Nevada.

08. November

Wahltag: Landesweite Abstimmung über den Präsidenten, das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats; dazu Landeswahlen und Volksabstimmungen in zahlreichen Bundesstaaten und Kommunen.

20. Januar 2017

Vereidigung des neuen Staatsoberhaupts.

Die Vorwürfe waren eine Anspielung auf die „Lewinsky-Affäre“ des früheren Präsidenten Bill Clinton. Nach Ermittlungen einer unabhängigen Kommission hatte das Repräsentantenhaus Ende 1998 eine Anklage gegen den Ehemann der aktuellen demokratischen Kandidatin wegen Meineids zugelassen. Grund dafür waren vor allem Aussagen bezüglich einer Affäre mit einer damaligen Praktikantin im Weißen Haus. Im Senat wurde Bill Clinton später jedoch freigesprochen.

Am Freitag legte Trump nach. Diesmal ging es um die ehemalige Miss Universe Alicia Machado. Im Jahr 1996 hatte der Milliardär die Frau mehrfach öffentlich beleidigt. Im Gegenzug ließ sie sich nun in die USA einbürgern, nur um bei der Wahl für seine Gegnerin stimmen zu können. Clinton habe Machado „als „Engel“ dargestellt, ohne ihre Vergangenheit zu prüfen, die furchtbar ist“, schrieb er in einer Twitter-Nachricht.

US-Ökonom Arthur Laffer: „Die Wahl wird für Trump ein Spaziergang sein“

US-Ökonom Arthur Laffer

Premium „Die Wahl wird für Trump ein Spaziergang sein“

Der einflussreiche Ökonom Arthur Laffer glaubt, dass Donald Trump gegen Hillary Clinton leichtes Spiel haben wird – nicht nur im TV-Duell. Er habe Ähnlichkeiten mit Ronald Reagan und den besseren Wirtschaftsplan.

Mit Bezug auf das TV-Duell stellte er die Frage in den Raum, ob Clinton dem Model vielleicht sogar geholfen habe „eine US-Bürgerin zu werden, nur um sie in der Debatte ausnutzen zu können“. „Alicia M. in der Debatte als Vorbild der Tugend zu präsentieren, zeigt nur, dass die betrügerische Hillary an schlechtem Urteilsvermögen leidet“, fuhr Trump fort. „Hillary ist auf eine Betrügerin hereingefallen“, twitterte er.

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