Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

Special

08.09.2016

07:01 Uhr

Trump und Clinton im Fernduell

Schlagabtausch zur Sicherheitspolitik

Vor dem ersten Fernsehduell in den USA messen sich Donald Trump und Hillary Clinton in einem indirekten Wettstreit zur Außenpolitik. Die eine Kandidatin präsentiert Inhalte, der andere „großartiges Urteilsvermögen“.

Hillary Clinton hat ihre Vorstellungen zur Außen- und Sicherheitspolitik der USA vorgestellt. AFP; Files; Francois Guillot

„Militäreinsätze sind das letzte Mittel“

Hillary Clinton hat ihre Vorstellungen zur Außen- und Sicherheitspolitik der USA vorgestellt.

WashingtonDie US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump haben sich einen Schlagabtausch zur Sicherheitspolitik geliefert. Während Clinton am Mittwoch (Ortszeit) die Außenpolitik der gegenwärtigen Regierung verteidigte, für die sie von 2009 bis 2013 als Ministerin selbst verantwortlich war, versicherte Trump, er habe bereits einen Plan, wie er als Präsident die Terrormiliz Islamischer Staat besiegen werde. Einzelheiten blieb er schuldig.

Zwei Monate vor der Wahl wurden die Demokratin Clinton und der Republikaner Trump in einer Sendung des Fernsehsender NBC nacheinander interviewt. Clinton kam nach einem Münzwurf als erste an die Reihe. Sie versprach, nie wieder US-Bodentruppen in den Irak zu schicken. Sie habe einen Fehler begangen, als sie 2002 als Santorin für den Einmarsch von US-Truppen gestimmt habe. Aus diesem Fehler habe sie gelernt. Zur Beurteilung einer Politikerin solle man deren Gesamtleistung betrachten.

US-Wahl 2016: Trump überholt Clinton in neuer Umfrage

US-Wahl 2016

Trump überholt Clinton in neuer Umfrage

Eine Umfrage des TV-Senders CNN sieht Donald Trump vor Hillary Clinton: Der republikanische Präsidentschaftskandidat liegt derzeit zwei Prozentpunkte in Führung. Besonders ältere, weiße Männer wählen demnach Trump.

Clinton rechtfertigte das Atomabkommen mit dem Iran. Die USA hätten sich dabei keineswegs überspielen lassen. Vielmehr habe der Vertrag dem Streben des Iran nach Material zum Bau von Atombomben einen Riegel vorgeschoben. Sie verteidigte zudem das Eingreifen der USA in Libyen, das zum Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi geführt hatte, aber als auch Auslöser für das politische Durcheinander in dem Land gilt. Trump habe das Eingreifen seinerzeit auch begrüßt. Auf die Frage, wie sie generell zu US-Militäreinsätzen stehe, sagte Clinton, diese seien nicht die erste Wahl, sondern das letzte Mittel.

Trump versprach, entschlossen gegen den IS vorzugehen, ließ sich aber auch diesmal nicht auf Einzelheiten ein. Er werde nach Amtsantritt vom Militär verlangen, binnen 30 Tagen einen Operationsplan auszuarbeiten. Allerdings sei die gegenwärtige US-Militärführung nur noch „Schutt“. „Es werden wahrscheinlich andere Generäle sein“, sagte er.

Die Termine bei der US-Wahl 2016

09. Oktober

Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in St. Louis, Missouri.

19. Oktober

Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Las Vegas, Nevada.

08. November

Wahltag: Landesweite Abstimmung über den Präsidenten, das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats; dazu Landeswahlen und Volksabstimmungen in zahlreichen Bundesstaaten und Kommunen.

20. Januar 2017

Vereidigung des neuen Staatsoberhaupts.

Der politische Seiteneinsteiger versicherte, er habe sich viel mit Außenpolitik beschäftigt, um sich auf die Aufgaben als Präsident vorzubereiten. Dabei habe er viel gelernt. Außerdem habe er als Unternehmer große internationale Erfahrungen. „Ich denke die Hauptsache ist, dass ich ein großartiges Urteilsvermögen habe“, sagte er.

Trump lobte erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dieser sei ein Führer, der große Kontrolle über sein Land habe. Er glaube, als Präsident eine gute Beziehung zu Putin aufbauen zu können - ebenso wie zu anderen Staatschefs. Falls Putin Großartiges über ihn sage, werde er tolle Sachen über Putin erzählen. Mit Komplimenten beeinflussen lasse er sich aber nicht, betonte Trump.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×