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Special

09.08.2016

13:50 Uhr

Trumps Rede

Das Blaue vom Himmel

Donald Trump verspricht den Amerikanern eine neue Ära des Wohlstands, falls er ins Weiße Haus einziehen sollte. Doch hält seine Rede den Tatsachen stand? Trumps Wirtschaftsprogramm im Faktencheck.

IHK-Sprecher kontert Trump

„Trumps Gesamtkonzept passt nicht ganz zusammen."

IHK-Sprecher kontert Trump: „Trumps Gesamtkonzept passt nicht ganz zusammen."

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WashingtonDonald Trump fuhr in seiner wirtschaftspolitischen Grundsatzrede schwere Geschütze gegen Hillary Clinton auf und nahm die Finanzpolitik der US-Regierung ins Visier. Ein Überblick über die Einlassungen Trumps bei der Vorstellung seines Wirtschaftsprogramms - und ob diese den Fakten standhalten.

TRUMP ÜBER CLINTON: „Sie hat gesagt, dass sie die Steuern für die Mittelschicht anheben möchte.“
DIE FAKTEN: Sollte Clinton das gesagt haben, ist wohl klar, dass sie es nicht so gemeint haben könnte. Ihre Wirtschaftsagenda sieht nicht näher erläuterte Steuererleichterungen vor. Wiederholt hat Clinton zudem erklärt, dass sie die Abgaben auf mittlere Einkommen im Falle ihres Wahlsiegs nicht erhöhen wolle.

In einer Wahlkampfrede in Omaha im US-Staat Nebraska sprach sie in der vergangenen Woche über „fairere Regeln für die Mittelschicht“, schob dann jedoch einen Satz hinterher, der für Verwirrung sorgte und im Netz kursiert. „Wir werden die Steuern der Mittelschicht erhöhen“, erklärte Clinton. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sich die Demokratin da versprochen haben muss. Denn ihre steuerpolitischen Vorschläge für die Mittelschicht gelten als konstant.


TRUMP: „Man kann noch nicht einmal ein Kleinunternehmen gründen unter der immensen Regulierungslast, die wir heute haben.“
DIE FAKTEN: Trump übertreibt. Es gibt zwar klare Anzeichen dafür, dass sich das Tempo der Firmengründungen verlangsamt hat. Doch den von Trump angedeuteten Stillstand gibt es so nicht. Für den Zeitraum zwischen 2011 und 2013 - den Jahren mit aktuellsten Daten - fand die amerikanische Zensusbehörde heraus, dass die Zahl der Firmen mit weniger als vier Mitarbeitern um 43 232 auf 3,58 Millionen gestiegen ist.

Die Chronologie des Donald Trumps

Karriere

Es ist eine der steilsten Blitzkarrieren in der jüngeren Geschichte der US-Politik. Innerhalb eines Jahres hat der umstrittene Immobilienmilliardär Donald Trump die Republikanische Partei erobert und ist nun ihr Präsidentschaftskandidat. Als krasser Außenseiter ohne jegliche politische Erfahrung gestartet, konnte der Rechtspopulist mit ebenso simplen wie radikalen Parolen die Frustrationen von Millionen von Wählern bündeln und 16 republikanische Konkurrenten ausstechen.

16. Juni 2015

Bei einem pompös inszenierten Auftritt in seinem New Yorker Trump Tower verkündet Trump seine Bewerbung um das Präsidentenamt. Zugleich setzt er mit einer wütenden Attacke gegen mexikanische Einwanderer den Ton für seine Kampagne: „Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, nehme ich an, sind gute Menschen.“

7. August 2015

Nach seiner ersten TV-Debatte als Präsidentschaftsbewerber geifert Trump über die Moderatorin Megyn Kelly: „Man kann sehen, dass Blut aus ihren Augen herauskam, dass Blut wo auch immer bei ihr herauskam.“ Auch in der eigenen Partei löst die frauenfeindliche Bemerkung heftige Kritik aus.

24. September 2015

Trump verkündet, dass er nicht an den Klimawandel glaubt: „Wetter ändert sich nun mal. Es gibt Stürme und Regen, und es gibt schöne Tage.“

7. Dezember 2015

Nach dem Attentat im kalifornischen San Bernardino fordert der Milliardär ein generelles Einreiseverbot für Muslime. Eine Welle der Entrüstung im In- und Ausland folgt, seine Umfragewerte steigen.

1. Februar 2016

Trump unterliegt in der ersten Vorwahl der Republikaner gegen Ted Cruz im Bundesstaat Iowa. Er wirft dem Senator Wahlbetrug vor.

1. März 2016

Am ersten „Super Tuesday“ der Vorwahlen holt Trump sieben Bundesstaaten. Nun ist er endgültig der Favorit für die Präsidentschaftskandidatur.

3. März 2016

Der Baulöwe bezieht in einer Fernsehdebatte Stellung zu seinem Geschlechtsteil. Weder seine Hände noch „etwas Anderes“ seien klein. Sein Rivale Marco Rubio hatte zuvor einen schlechten Witz über Trumps Penisgröße gemacht.

24. Juni 2016

Das Brexit-Votum der Briten findet Trump „fantastisch“.

15. Juli 2016

Trump präsentiert seinen Kandidaten für das Vizepräsidentenamt. Der Gouverneur von Indiana, Mike Pence, ist ein Liebling des erzkonservativen Flügels.

19. Juli 2016

Trump wird vom Parteitag als Präsidentschaftskandidat nominiert.

Gleichwohl sollte niemand annehmen, dass Überregulierung allein die Flaute bei Kleinfirmen-Gründungen erklärt. Die meisten Unternehmer setzten nämlich auf Privatersparnisse, Eigenheime und Kreditkarten zur Finanzierung neuer Firmen, ehe das Platzen der Immobilienblase ihren Zugang zu Krediten erschwerte, wie Dennis Lockhart, Präsident der Zentralbank von Atlanta, erläuterte. Studien zufolge schränken auch Bildungskredite das Unternehmertum junger Amerikaner ein.

Kommentare (7)

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Herr Lee Rtasche

09.08.2016, 14:12 Uhr

DER 45. PRÄSIDENT DER USA

Man darf es als wahrscheinlich ansehen, dass Donald Trump diesen Wahlkampf gewinnt.
Und für diesen Fall tritt dann auch für deutsche Medien der nahezu zwanghafte Effekt ein, neu aufgestellt und durch Tatsachen eingeholt die "ausgewogene Berichterstattung" ganz nach oben auf die Agenda zu setzen.
Sie wissen doch: Artikel 5 Absatz 1 Satz 3 GG:

"EINE ZENSUR FINDET NICHT STATT."

Herr Bernhard Ramseyer

09.08.2016, 14:38 Uhr

HBO:
"TRUMP ÜBER CLINTON: „Sie hat gesagt, dass sie die Steuern für die Mittelschicht anheben möchte.“
DIE FAKTEN: Sollte Clinton das gesagt haben, ist wohl klar, dass sie es nicht so gemeint haben könnte.

Das ist natürlich ganz klar, dass sie es nicht so gemeint haben könnte. Weil sie sich nur versprochen haben könnte. Ha,ha.

Trump:
"Die Infrastruktur der USA leide und „doch haben wir Geld dafür gefunden, Millionen von Flüchtlingen auf Kosten der Steuerzahler umzusiedeln.“

"DIE FAKTEN: In den vergangenen acht Jahren – also aus Sicht Trumps die Periode des angeblichen Versagens von Präsident Barack Obama - kamen 530.830 Flüchtlinge ins Land."

Er sieht die deutsche Gefahr: 1,2 Mio. in 1 Jahr. Da könnte er überreagiert getätet haben. Es könnte auch sein, dass die Bundesmarine vom Kurs abkommt und aus dem Mittelmeer herausnavigiert, davor hat er Angst.

Vielleicht will er nicht keine Kriege anzetteln? Das hält das Geld in der Kasse, dann kann die Steuer gesenkt werden, wäre also gegenfinanziert.

Herr Kurt Siegel

09.08.2016, 14:45 Uhr

Merkel hält sich auch an keinerlei Gesetze was die EU betrifft, insofern leben wir in klein Amerika.

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