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Special

27.03.2016

10:51 Uhr

US-Vorwahlen

Sanders siegt in Alaska, Washington und Hawaii

Nach den Siegen in Utah und Idaho gewinnt Bernie Sanders auch die Vorwahlen in Alaska, Washington und Hawaii. Der Senator bleibt im Vorwahlrennen an Hillary Clinton dran. Hoffnung setzt er in den Westen des Landes.

„Lasst euch von keinem einreden, dass wir die Nominierung oder die Hauptwahl nicht gewinnen können. Wir werden beides tun“: Sanders versprüht Optimismus. AFP; Files; Francois Guillot

Siegessicher

„Lasst euch von keinem einreden, dass wir die Nominierung oder die Hauptwahl nicht gewinnen können. Wir werden beides tun“: Sanders versprüht Optimismus.

Washington/Los AngelesUS-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat sich bei den Vorwahlen der Demokraten in Alaska, Washington und Hawaii gegen seine Rivalin Hillary Clinton durchgesetzt. Damit konnte der Senator von Vermont im Kampf um die innerparteiliche Kandidatenkür zur früheren Außenministerin etwas aufschließen, liegt jedoch immer noch weit zurück. Seine jüngsten Erfolge im Westen der USA feierte Sanders dennoch als Startschuss für eine bevorstehende Aufholjagd.

Sanders hat inzwischen 15 Vorwahlsiege auf dem Konto. Erfolg hatte der Senator bisher zumeist in den Staaten mit überwiegend weißer Bevölkerung und bei Caucuses, zu denen tendenziell besonders aktive liberale Demokraten kommen. Breiten Rückhalt genießt Sanders vor allem unter Jungwählern, seine Kundgebungen ziehen oft begeisterte Menschenmengen an.

Der selbsterklärte demokratische Sozialist holte etwa 76 Prozent der Stimmen in Washington und 71 Prozent in Hawaii. Im schwach bevölkerten Alaska schlug er Clinton mit rund 79 Prozent. Die frühere Außenministerin, die eigentlich klare Favoritin im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten ist, kam in Washington auf 24, in Alaska auf 21 und in Hawaii auf 29 Prozent.

Bei den letztlich entscheidenden Delegiertenstimmen hat Clinton allerdings klar die Nase vorn. Bisher hat sie 1711 Wählmänner und Wahlfrauen, Sanders erst 952. Für die Nominierung sind bei den Demokraten 2383 Delegierte nötig. In Alaska waren 16 Delegiertenstimmen zu vergeben, in Washington 101 und in Hawaii 25.

Sanders gab sich bei einem Auftritt im Staat Wisconsin dennoch optimistisch. Seine Siege im Westen der USA würden ihn auf die Erfolgsspur führen, erklärte er vor Anhängern in der Stadt Madison. Dazu verwies Sanders auf seine letzten Vorwahlerfolge in Utah und Idaho. „Lasst euch von keinem einreden, dass wir die Nominierung oder die Hauptwahl nicht gewinnen können. Wir werden beides tun“, schärfte Sanders seinen Unterstützern ein.

Allerdings müsste der Senator nach Analysen der Nachrichtenagentur AP mehr als 67 Prozent der Delegierten bei verbleibenden Vorwahlen sowie der ungebundenen Superdelegierten gewinnen, die sich auf dem Parteitag im Sommer frei für einen Kandidaten entscheiden können. Die Demokraten weisen Bewerbern die Delegiertenstimmen proportional zu; somit kann sich auch der Verlierer einer Vorwahl einen Anteil sichern.

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