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Special

13.09.2016

07:17 Uhr

US-Wahl 2016

Und wenn Clinton aufgeben müsste, was dann?

Zunächst war es die Hitze, nun eine Lungenentzündung: Hillary Clinton ist angeschlagen. Zwar noch nicht politisch, aber Donald Trump kommt das gelegen. Sie kann seine Fragen zu ihrer Fitness nun nicht mehr wegwischen.

US-Wahlkampf

Clinton ignoriert ärztlichen Rat

US-Wahlkampf: Clinton ignoriert ärztlichen Rat

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White Plains/WashingtonTrotz Lungenentzündung will Hillary Clinton nach eigenen Angaben schon in ein paar Tagen wieder in den US-Wahlkampf einsteigen. Ihr gehe es nach ihrem jüngsten Schwächeanfall in New York besser, sagte die demokratische Präsidentschaftskandidatin dem TV-Sender CNN. Die Kritik an ihrem Umgang mit ihrer Erkrankung, von der sie bereits am Freitag wusste, konterte sie mit den Worten: „Ich dachte einfach nicht, dass dies so eine große Sache sein würde.“

Clinton räumte ein, den ärztlichen Rat ignoriert zu haben, sich fünf Tage lang auszukurieren. Sie habe gedacht, dass sie „einfach weitermachen und durchpowern könnte und das hat dann nicht so gut geklappt“, bekannte sie im Interview. In einer SMS-Nachricht und einem Facebook-Post teilte sie ihren Unterstützern später mit, dass sie darauf brenne, wieder Wahlkampf zu machen. So gehe es jedem, der sich krankheitsbedingt von der Arbeit pausieren müsse. Die 68-Jährige kündigte außerdem an, weitere Informationen über ihren Gesundheitszustand zu liefern.

Über Wochen hat Hillary Clinton Fragen zu ihrem Gesundheitszustand von der Hand gewiesen. Verschwörungstheorien, abgedrehte Angaben in einer „alternativen Realität“ ihres politischen Gegners Donald Trump seien das, hieß es aus ihrem Wahlkampfteam. Und jetzt das.

Clintons abrupter Abgang von einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 wirft ebendiese Fragen auf, die Trump im Wahlkampf immer wieder ohne jegliche Begründung gestellt hat. Ist sie fit genug? Wie sehr haben Jahrzehnte in der US-Politik am Gesundheitszustand der 68-Jährigen genagt? Ein Video, das die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten sichtlich geschwächt und gestützt von mehreren Helfern zeigt, macht Fragen zu ihrer körperlichen Fitness nun unumgänglich.

Die Termine bei der US-Wahl 2016

09. Oktober

Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in St. Louis, Missouri.

19. Oktober

Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Las Vegas, Nevada.

08. November

Wahltag: Landesweite Abstimmung über den Präsidenten, das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats; dazu Landeswahlen und Volksabstimmungen in zahlreichen Bundesstaaten und Kommunen.

20. Januar 2017

Vereidigung des neuen Staatsoberhaupts.

Nach einer Lungenentzündung ist die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eigenen Worten zufolge zwar wieder wohlauf. „Ich fühle mich sehr viel besser“, sagte Clinton am Montagabend in einem Interview des Senders CNN. Sie hätte schon früher eine Ruhepause einlegen sollen, eine entsprechende ärztliche Empfehlung habe sie jedoch ignoriert. Nun halte sie sich nun an den Rat ihrer Ärztin und ruhe sich aus. In ein paar Tagen werde sie allerdings schon wieder Wahlkampf machen, kündigte Clinton an. Doch ob das die Debatte beendet?

Clinton erklärte, sie habe sich bei der New Yorker Gedenkfeier zum 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September am Sonntag schwindelig gefühlt und kurzzeitig das Gleichgewicht verloren. Bewusstlos sei sie aber nicht gewesen. Auf Vorwürfe, sie habe ihre Erkrankung verschwiegen und nicht transparent gehandelt, entgegnete sie: „Ich habe nicht geglaubt, dass es eine große Sache ist.“

Öffentlichkeit und US-Medien waren da teils anderer Meinung. In amerikanischen Supermärkten begegnet einem die Postille „National Enquirer“ an jeder Kasse, auf dem Titel das leichenblass zurechtgebastelte Foto einer vermeintlich vom Tode gezeichneten Clinton. Das erklärt, auf welch fruchtbarem Boden dieses Gesundheitsthema in den USA verfängt. Der Titel: „Hillary: Noch sechs Monate zu leben.“

Kommentare (16)

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Frau Wendy Steinsheimer

12.09.2016, 15:30 Uhr

Man kann nur hoffen, daß diese Kriegstreiberin nicht dran kommt. Es gibt viele Indizien dafür, daß da im Oberstübchen ein mittelschwerer Totalschaden vorhanden ist. Trump ist jetzt fast gleichauf, und ich hoffe, daß der Durchschnittsami intelligent genug ist diese weibliche Katastrophe nicht zu wählen.

Account gelöscht!

12.09.2016, 15:41 Uhr

Die Deutschen Medien mal wieder mit ihrer Moral.
Die Politik kennt keine Moral. Wenn Clinton nicht mehr kann, dann wird der Ersatz herhalten müssen. Was bleibt auch anderes übrig. Klar hat Trump jetzt einen gewissen Vorteil. Warum sollte er also nicht Vorteil für sich und seine Wahlkampange nutzen?! Alles andere wäre fahrlässig.
Danke!

Herr Hans Mayer

12.09.2016, 15:47 Uhr

So wie hier bei uns über Trump geschimpft wird, und man versucht ihn im schlechten Licht dazustellen, denke ich, der kann für uns nur gut sein. Die Propaganda läuft ja ähnlich zur AfD, Das Frau Clinton wohl nicht alle Taschen im Schrank hat ist klar, das jetzt auch noch körperliche Gebrechen dazu kommen ist halt ihr Pech, und unser Glück.
Wir haben ja auch eine Frau als Regierungschefin, nur das körperliche ist noch nicht so richtig an die Öffentlichkeit gekommen, geistig aber auf gleicher Stufe mit dfer Amerikanerin

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