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Special

05.04.2016

16:01 Uhr

US-Wahl

Donald Trump – vom Sieger zum Underdog

Dem republikanischen Spitzenreiter Donald Trump droht eine Niederlage bei der Vorwahl in Wisconsin. Sein Rivale Ted Cruz führt in Umfragen. Kommentatoren sprechen bereits von einem möglichen Wendepunkt im Wahlkampf.

Donald Trump gibt nach einer Rede in La Crosse (Wisconsin) Autogramme. Reuters

Wahlkampf vor der Vorwahl in Wisconsin

Donald Trump gibt nach einer Rede in La Crosse (Wisconsin) Autogramme.

Madison/ WashingtonVor der mit Spannung erwarteten Vorwahl im US-Bundesstaat Wisconsin haben die Bewerber auf den letzten Metern um Stimmen geworben. Der republikanische Spitzenreiter Donald Trump und sein schärfster Konkurrent Ted Cruz gaben sich beide siegessicher.

Dabei droht Trump eine Niederlage, der Milliardär befindet sich in der für ihn ungewohnten Rolle eines Underdogs – obwohl die Wählerschaft in Wisconsin, die aus vielen Arbeitern besteht, ihm eigentlich liegt. In Umfragen lag Cruz zuletzt vorne. Der Senator von Texas kann auf die Unterstützung des republikanischen Gouverneurs des Staates zählen, des ehemaligen Präsidentschaftsbewerbers Scott Walker. Grundsätzlich erhält Cruz immer mehr Zuspruch vom republikanischen Establishment, das Trump stoppen will.

Trump hatte zuletzt mit mehreren Aussagen für Entsetzen gesorgt. In einem Interview sprach er sich dafür aus, Frauen für Abtreibungen zu bestrafen, sollten diese für illegal erklärt werden. Für Empörung sorgte auch sein Vorschlag, Südkorea und Japan angesichts einer nuklearen Bedrohung Nordkoreas ebenfalls mit Atomwaffen auszustatten. Hinzu kam, dass sein Wahlkampfmanager Corey Lewandowski in Florida wegen Körperverletzung angeklagt wurde. Er soll auf einer Veranstaltung eine Reporterin zu Boden gestoßen haben.

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Selbstzerfleischung ohne Zielmarke: Das republikanische Establishment mobilisiert die letzten Kräfte, um Donald Trump noch zu stoppen. Dabei machen die verzweifelten Protagonisten auch vor Wählerschelte nicht Halt.

Eine Niederlage in Wisconsin könnte Trumps Image als unangreifbarer Kandidat empfindlich schaden. Manche Kommentatoren sprachen deshalb schon von einem möglichen Wendepunkt.

Bisher hat der Milliardär aber mit Abstand die meisten Delegiertenstimmen: Er kommt auf 727 Stimmen, Cruz auf 475 und der dritte im Rennen verbliebene Kandidat John Kasich auf 143 Delegiertenstimmen. Erforderlich ist die Mehrheit von 1237 Delegiertenstimmen. In Wisconsin werden bei den Republikanern 21 Delegiertenstimmen vergeben, bei den Demokraten proportional 86.

Bei den Demokraten führte Bernie Sanders in Umfragen zuletzt vor Hillary Clinton. Die frühere Außenministerin würde nach einer Niederlage aber weiter vorne liegen.

Ergebnisse der Wisconsin-Wahl werden zu deutscher Zeit am frühen Mittwochmorgen erwartet. Die Wahllokale schließen um 21 Uhr Ortszeit (3 Uhr deutscher Zeit).

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