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Special

02.08.2016

20:29 Uhr

US-Wahl

Obama sieht Trump „jämmerlich unvorbereitet“

US-Präsident Obama hat die Republikaner aufgefordert, Donald Trump die Unterstützung zu entziehen. Dieser wittert derweil bereits Manipulationen, während Clinton in Warren Buffett prominente Unterstützung gefunden hat.

Der Starinvestor Warren Buffett bei einer Wahlkampfveranstaltung für Hillary Clinton in Omaha (Nebraska). AP

Warren Buffett

Der Starinvestor Warren Buffett bei einer Wahlkampfveranstaltung für Hillary Clinton in Omaha (Nebraska).

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump nach dessen Kritik an der Familie eines gefallenen muslimischen US-Soldaten die Eignung für das höchste Staatsamt abgesprochen. Auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus forderte Obama die Republikaner am Dienstag auf, Trump nicht mehr zu unterstützen. Dabei gehe es um mehr als unterschiedliche Ansichten politischer Natur, sagte Obama.

Zwar sei er auch 2008 und 2012 mit seinen republikanischen Gegnern nicht einer Meinung gewesen, aber er sei nie der Ansicht gewesen, dass sie für das Präsidentenamt nicht geeignet seien. Trotz des wachsenden Unmuts gegenüber Trump hat bisher kein Republikaner ihm seine Unterstützung entzogen.

Obama sagte, republikanische Politiker hätten wiederholt feststellen müssen, dass Äußerungen Trumps inakzeptabel seien. „Warum unterstützen Sie ihn dann noch?“, fragte Obama. Er kritisierte zugleich falsche Behauptungen Trumps über globale Krisen und bezeichnete ihn als „jämmerlich unvorbereitet“, um die USA als Präsident führen zu können.

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Unzählige Male wurde Donald Trump schon für politisch tot erklärt. Doch nach dem verbalen Angriff auf die Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten wird er der Lage nicht mehr Herr. Ihm bleibt nur noch wenig Zeit.

Trump befürchtet nach eigenen Angaben derweil bereits Manipulationen bei der Wahl im November. Er höre immer häufiger, dass der Urnengang möglicherweise nicht fair ablaufen werde, sagte er am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Columbus im US-Staat Ohio. Trump ging jedoch nicht ins Detail und lieferte keine Beweise für seine Aussage.

Beobachter halten die Äußerungen für einen möglichen Versuch, eine Rechtfertigung für den Fall einer Niederlage bei der Wahl vorzubereiten. Bereits im Kampf um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat hatte Trump wiederholt Manipulationsvorwürfe erhoben. Im Bemühen, Anhänger des unterlegenen demokratischen Bewerbers Bernie Sanders auf seine Seite zu ziehen, hatte Trump auch den Demokraten Betrug beim Auswahlprozess unterstellt.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania kommentierte der Republikaner Sanders' Unterstützung für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit den Worten: „Er ist einen Pakt mit dem Teufel eingegangen. Sie ist der Teufel“, sagte Trump. Der 70-Jährige hatte in den vergangenen Tagen bereits häufiger von einem Teufelspakt bei den Demokraten gesprochen. Er hatte aber bislang davon abgesehen, Clinton direkt mit Luzifer gleichzusetzen.

Der Multimilliardär und Clinton-Unterstützer Warren Buffett stellte die Fähigkeiten Trumps als Geschäftsmann infrage. Selbst ein Affe hätte an der Börse besser abschneiden können als der Milliardär, als dieser 1995 seine Hotels und Kasinos an die Wall Street gebracht habe, sagte Buffett auf einer Wahlkampfveranstaltung mit der Demokratin Hillary Clinton am Montag.

Es sei damals das einzige Mal gewesen, dass Trump die amerikanische Öffentlichkeit gebeten habe, in sein Unternehmen zu investieren. Doch nach dem Börsengang habe die Firma ein Jahrzehnt lang Verluste eingefahren. Wenn ein Affe 1995 „einen Pfeil auf die Aktien-Scheibe geworfen hätte, dann hätte der Affe im Schnitt 150 Prozent erzielt“. Trump argumentiert, sein Erfolg als Geschäftsmann qualifiziere ihn, US-Präsident zu werden.

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