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Special

04.11.2016

12:02 Uhr

US-Wahlkampf

FBI nimmt gefälschte Dokumente unter die Lupe

In den USA sind Dokumente aufgetaucht, die ein schlechtes Licht auf Hillary Clinton und ihre Stiftung werfen. Nun nehmen US-Ermittler die Papiere unter die Lupe. Wohlmöglich gibt es auch Verbindungen nach Russland.

Obama kritisiert FBI wegen Vorgehen in Clinton-Affäre

Video: Obama kritisiert FBI wegen Vorgehen in Clinton-Affäre

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WashingtonUS-Ermittler untersuchen Insidern zufolge im Wahlkampf-Endspurt gefälschte Dokumente, mit denen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton diskreditiert werden sollte. Der Vorfall steht nach Einschätzung von US-Behörden in Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Versuch aus Russland, die Präsidentenwahl zu beeinflussen. Der demokratische Senator Tom Carper habe der Bundespolizei FBI einen gefälschten Brief übergeben, der an Clinton adressiert gewesen sei, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Darin stand einem Insider zufolge: „Wir werden dich diese Wahl nicht verlieren lassen.“ Eine Sprecherin des Abgeordneten lehnte eine Stellungnahme ab.

Bei dem mutmaßlichen Hackerangriff aus Russland auf die Demokratische Partei wurden E-Mails und andere Dokumente erbeutet. Unter den nun aufgetauchten Fälschungen befindet sich einem Insider zufolge auch ein Schreiben der Clinton-Stiftung, in dem „massive Strategieänderungen“ für November angekündigt wurden, zu denen auch eine „Anstiftung von Unruhen“ oder ein Angriff mit schmutzigen Bomben gehören soll. Es war unklar, woher das gefälschte Dokument stammt und wie es in Umlauf geriet. Im Oktober wurde es von Roger Stone, Ex-Mitarbeiter des republikanischen Kandidaten Donald Trump, auf Twitter veröffentlicht. Die Clinton-Stiftung erklärte, das Dokument sei gefälscht.

US-Geheimdienstvertreter haben gewarnt, dass Pläne, hinter denen sie die russische Regierung vermuten, über das Ausspähen von E-Mail-Konten hinausgehen könnte. Möglich sei auch, dass vermeintliche Belege für Wahlbetrug oder andere Falschinformationen vor dem Urnengang am Dienstag veröffentlicht werden könnten. Die russische Regierung hat zurückgewiesen, derartige Pläne zu verfolgen. Im Oktober hatte das Enthüllungsportal WikiLeaks E-Mails mit Bezug zu Clintons Wahlkampf veröffentlicht. Clintons Mitarbeiter hatten bereits damals darauf aufmerksam gemacht, dass unter den Schreiben falsche sein könnten.

Von

rtr

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