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Special

14.10.2016

08:20 Uhr

US-Wahlkampf

Michelle Obama knüpft sich Donald Trump vor

Donald Trump sieht sich nun auch mit scharfer Kritik von First-Lady Michelle Obama konfrontiert. Es sei ein „Alptraum“ einen Präsidentschaftskandidaten zu erleben, der mit sexuellen Übergriffen auf Frauen prahle.

US-Wahlkampf

Trump unter Druck - Vorwürfe der sexuellen Belästigung veröffentlicht

US-Wahlkampf: Trump gerät unter Druck - Vorwürfe der sexuellen Belästigung veröffentlicht

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ManchesterDie First Lady der USA, Michelle Obama, hält die frauenfeindlichen Aussagen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trumps für schockierend und erniedrigend. Die Ansicht, wegen seines Ruhms dürfe er alles mit Frauen machen, erschütterten sie bis ins Mark, sagte Obama am Donnerstag. Seine Sätze seien kein „Umkleidekabinengerede“, sondern beleidigten alle Frauen, Eltern und jeden Bürger der Vereinigten Staaten.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sagte Obama: „Ich würde lieber so tun, als wäre das nicht passiert und hierher kommen und meine normale Wahlkampfrede halten“, sagte sie. Es sei jedoch unehrlich, weiterzumachen und lediglich von einem bösen Traum auszugehen. „Das ist nichts, was wir ignorieren können.“ Sie könne es nicht fassen, von einem US-Präsidentschaftskandidaten sprechen zu müssen, der mit dem sexuellen Übergriff auf Frauen geprahlt habe.

„Ich kann euch sagen, die Männer in meinem Leben reden nicht so über Frauen“, sagte sie ohne ihren Ehemann, den US-Präsidenten Barack Obama, namentlich zu nennen. In ihrer Familie seien die Männer liebevolle Väter, „denen es beim Gedanken an die Beleidigungen, die ihre Töchter ertragen müssen, schlecht wird“.

Vor kurzem waren Aufnahmen aus dem Jahr 2005 bekannt geworden, in denen Trump damit prahlte, Frauen gegen ihren Willen geküsst, bedrängt oder unsittlich berührt zu haben. Er bezeichnete das daraufhin als „Umkleidekabinengerede“. Seit Mittwoch muss sich Trump mit dem Vorwurf auseinandersetzen, tatsächlich übergriffig geworden zu sein. Drei US-Zeitungen berichten von Frauen, die Entsprechendes schildern. Trump wies das zurück und sagte, seine Anklägerinnen seien „schreckliche Lügnerinnen“.

Von

ap

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