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Special

14.08.2016

22:43 Uhr

US-Wahlkampf

Trump holt gegen die Medien aus

Angriffe gegen unliebsame Medienberichte gehören zum Standardprogramm von Trumps Wahlkampfauftritten. Nun hat der Republikaner zum Rundumschlag ausgeholt. Besonders die „New York Times“ und CNN bekamen ihr Fett weg.

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WashingtonOffenbar aus Ärger über Presseberichte, wonach er frustriert wegen seiner zunehmend schlechten Aussichten auf einen Wahlsieg ist, hat US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump erneut die Medien scharf attackiert. „Ich trete nicht gegen die unehrliche Hillary Clinton an, ich trete gegen die unehrlichen Medien an“, sagte Trump am späten Samstagabend in einer Rede in Fairfield im Bundesstaat Connecticut.

Am Sonntag legte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter nach: „Die Medien berichten nicht ordentlich über meine Wahlkampfveranstaltungen“, schrieb der Kandidat der Republikaner. „Sie diskutieren nie die eigentliche Botschaft und zeigen nie die große Menschenmenge oder die Begeisterung.“

In einer von vielen weiteren Twitter-Botschaften zu dem Thema ergänzte Trump: „Es ist nicht 'Pressefreiheit', wenn Zeitungen und andere sagen und schreiben dürfen, was sie wollen, obwohl es komplett falsch ist.“

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Vor allem die „New York Times“ nahm er sich vor. Die Zeitung sei „wirklicher Müll“ und „gehe den Bach herunter“, sagte Trump. Sie versage zusehends, verliere jede Menge Geld und werde bald dichtmachen müssen. Anlass für Trumps Auslassungen war offensichtlich ein Bericht des Blattes am Samstag über die fehlschlagenden Bemühungen im Trump-Lager, den Kandidaten im Zaum zu halten. Zudem Schrieb das Blatt unter Berufung auf nicht namentlich genannte Mitarbeiter des Immobilienmilliardärs, Trump sei privat häufig „mürrisch und launisch“. Aus dem Umfeld von Trumps Wahlkampfteam zitierte das Blatt Republikaner, die sagten, er sei „erschöpft, frustriert und noch immer verwirrt“ über politische Vorgänge.

Aber auch der Sender CNN bekam sein Fett weg. Er sei „unehrlich“, ein „Abschaum“, „verabscheuungswürdig“, sagte Trump. „Und wisst ihr, warum seine Einschaltquoten stark heruntergehen? Weil ich mich weigere, (von CNN) interviewt zu werden.“

Bereits am Freitag hatte der Milliardär bei einem Auftritt in Pennsylvania auf eine Reihe von Journalisten im Saal gezeigt und gesagt: „Sie sind die niedrigste Lebensform. Sie sind die niedrigste Form der Menschheit.“ Für den Fall seines Siegs bei der Präsidentschaftswahl kündigte er an, Klagen gegen Medien erleichtern zu wollen.

Von

afp

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