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07.01.2001

15:52 Uhr

ap WARSCHAU/MOSKAU. Der russische Präsident Wladimir Putin hat jüngste Berichte über eine Verlegung von Atomwaffen ins Baltikum als falsch bezeichnet. Auf die entsprechende Frage eines deutschen Journalisten antwortete Putin am Samstag während eines Spaziergangs mit Bundeskanzler Gerhard Schröder über den Roten Platz: "Absoluter Quatsch." Der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski erklärte am Sonntag, er zähle auf die Kooperation Russlands bezüglich einer internationalen Inspektion der Region.

Dies sei nichts Ungewöhnliches, derartige Inspektionen würden weltweit regelmäßig durchgeführt, sagte Kwasniewski laut einem Bericht der amtlichen polnischen Nachrichtenagentur PAP. Der russische Außenamtssprecher Alexander Jakowenko erklärte am Samstag im staatlichen Fernsehsender RTR, es habe dort keine derartigen Waffen gegeben, weder in Einrichtungen der Marine noch des Heeres noch der Luftwaffe, und es seien auch keine solchen Waffen dorthin geliefert worden.

Die "Washington Times" hatte unter Berufung auf den amerikanischen Geheimdienst berichtet, Russland habe Atomwaffen für den Einsatz von Raketen zu einem Marinestützpunkt in Kaliningrad (Königsberg) transportiert. Damit wolle Russland der NATO wegen ihrer Erweiterungspläne drohen. Aus US-Regierungskreisen verlautete später, es habe Hinweise auf eine mögliche Bewegung von Atomwaffen auf einen Marinestützpunkt in Kaliningrad gegeben, dem Heimathafen der russischen Ostseeflotte.

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